Kreditkarte ohne Girokonto – wie funktioniert das?

Veröffentlicht: 15. März 2016 | 19:06 Uhr
Kreditkarte ohne Girokonto – wie funktioniert das?

Wer mit seinem Konto nicht zufrieden ist, weil die Bank die Kreditkarte noch mit einer Gebühr anbietet, der muss nicht unbedingt das Konto wechseln, denn es gibt auch ohne Girokonto eine Kreditkarte. Das Girokonto bleibt, alles was gewechselt wird, ist der Anbieter für die Kreditkarte, und das erspart die Mühe, ein neues Konto zu eröffnen. Es gibt heute viele Anbieter, die eine Kreditkarte ohne Konto im Programm haben, meist reicht es schon aus, ein Konto für die Abbuchungen zu haben, um in den Genuss einer Kreditkarte zu kommen.

Die kostenlosen Kreditkarten

Keiner hat Geld zu verschenken, und wer auch bei der Kreditkarte sparen will, der sollte sich die Anbieter aussuchen, die eine Kreditkarte ohne Girokonto zum Nulltarif anbieten. Das ist bei der Barclaycard New Visa der Fall, die nicht nur kostenlos angeboten wird, es gibt auch eine Reihe von Extras. Zu diesen Extras gehört unter anderem eine Versicherung für alles, was auf dem Onlineweg gekauft wird. Kostenfrei ist auch die ICS Visa World Card, mit der innerhalb der Eurozone an allen Bankautomaten mit dem Visa-Zeichen kostenlos Bargeld abgehoben werden kann, wird hingegen in Deutschland Geld abgehoben, dann kostet es Geld. Für alle, die beruflich viel in den Ländern der Eurozone unterwegs sind, ist diese Kreditkarte ohne Girokonto zu empfehlen.

Vorsicht vor hohen Strafzinsen?

Es ist nicht einfach, aus den vielen Angeboten den richtigen Anbieter für die Kreditkarte ohne Konto zu finden. Wichtig es ist zum Beispiel darauf zu achten, eine Kreditkarte von einem Anbieter zu wählen, der eine automatische Abbuchung vom Konto anbietet. Eine Karte ohne automatische Abbuchung hat ihre Tücken und ist nicht ganz ungefährlich. Das ist unter anderem auch bei der Andasa MasterCard Gold der Fall. Zwar bietet diese Karte viele Vorteile, wie eine weltweit kostenlose Bezahlung mit der Karte, aber die monatlichen Abrechnungen werden mit einer Mail als Rechnung verschickt oder kommen wahlweise auch als postalische Rechnung ins Haus. Die Gefahr, die hier entsteht, ist, dass der Karteninhaber den fälligen Betrag selbst überweisen muss und wer das vergisst, der muss mit sehr hohen Zinsen rechnen. Das Gleiche gilt auch bei der Advanzia MasterCard Gold, hier muss der Kunde die Beträge innerhalb einer bestimmten Frist überweisen, geschieht das nicht, dann droht wieder eine hohe Zinszahlung.

Was sollte bei der Auswahl beachtet werden?

Für viele Kreditkarten ohne Girokonto wird keine jährliche Gebühr berechnet, was aber nicht heißt, dass diese Karten komplett kostenlos angeboten werden, oftmals gibt es versteckte Kosten. So sollte man darauf achten, dass es keine Bargeldgebühr gibt und im In- und Ausland am Automaten Bargeld kostenlos abgehoben werden kann. Wichtig ist ebenfalls, dass keine Fremdwährungsgebühr berechnet wird und auch die Kreditzinsen sollten bei der Auswahl des Anbieters eine Rolle spielen. Diese Zinsen fallen immer dann an, wenn das Kreditkartenkonto nicht ausreichend gedeckt ist, oder wenn die Abrechnung bis zum Stichtag nicht vollständig bezahlt wird. Einige Kreditkartenanbieter haben auch einen kostenlosen Kredit im Angebot, und zwar immer dann, wenn die fälligen Beträge nicht jeden Tag, sondern einmal im Monat oder alle drei Monate abgebucht werden.

Nach Möglichkeit in der Landeswährung zahlen

Alle, die mit ihrer Kreditkarte im Ausland unterwegs sind, wo nicht mit Euro bezahlt werden kann, sollten in der Landeswährung zahlen, denn das hilft effektiv dabei, Geld zu sparen. Meist wird beim Bezahlen gefragt, ob man in Euro oder in der jeweiligen Landeswährung zahlen möchte, und wenn die Entscheidung für den Euro fällt, dann rechnet die Bank die Währung um und verlangt eine meist sehr hohe Marge. Wird in der Landeswährung gezahlt, dann wird mit dem Wechselkurs des Kartenanbieters abgerechnet, der im Internet einsehbar ist, und das ist auf jeden Fall um einiges günstiger.

Bild: © Depositphotos.com / bashta

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.