So wichtig ist die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor

So wichtig ist die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor

So wichtig ist die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor – finanzen-heute.com

Viele Dinge im Leben sind von Hochs und Tiefs geprägt und nicht anders ist es bei der Konjunktur. Auf den ersten Blick hat die Konjunktur nichts mit dem Thema Finanzen zu tun, aber wie es einem Staat wirtschaftlich geht, das hat auch etwas mit der jeweiligen Konjunktur zu tun. Das Wort Konjunktur leitet sich vom lateinischen coniungere für verbinden ab und das bezieht sich auf die vier Phasen der Wirtschaft, denn schließlich geht es auch in der Wirtschaft Auf und Ab. Aber wie wichtig ist die Konjunktur für die Wirtschaft und was bedeutet sie für den Verbraucher?

Angebot und Nachfrage

Wie wichtig ist die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor? Das kann man in der heutigen Zeit sehr gut beobachten. Viele regieren auf die Zinspolitik von EZB Chef Mario Draghi mit Unverständnis, denn Draghi hat die Zinsen auf Null gesenkt, um die Menschen in der Eurozone davon abzuhalten, ihr Geld auf Sparkonten wie dem Tages- oder dem Festgeldkonto zu parken. Die Verbraucher sollen mit dem Geld, das ihnen zur Verfügung steht, einkaufen gehen, sie sollen Geld ausgeben und damit letztendlich die Konjunktur ankurbeln. Die Wirtschaft eines Staates ist immer nur dann gesund, wenn die Bürger konsumieren und das Geld in einem stetigen Umlauf bleibt. Die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor zeigt sich auch immer dann, wenn es um Angebot und Nachfrage geht. Ist die Nachfrage hoch und das entsprechende Angebot vorhanden, dann geht es der Konjunktur gut, gerät aber eine der beiden Faktoren aus dem Gleichgewicht, dann schwächelt auch die Konjunktur.

Die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor für das Bruttoinlandsprodukt

Wie wichtig die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor eines Landes ist, das zeigt sich besonders am Bruttoinlandsprodukt. Das Bruttoinlandsprodukt ist die Summe von allem, was innerhalb eines Jahres in einem Land erwirtschaftet und erarbeitet wurde. Da gibt es die Sachgüter wie Autos, Möbel oder auch Elektroartikel, deren Wert sich in Euro bestimmen lässt. Dazu kommen die Dienstleistungen, zum Beispiel von Ärzten, Polizisten, Richtern, Lehrern, Anwälten und Verkäufern, deren Arbeitswert sich ebenfalls in Euro berechnen lässt. Beides zusammen ergibt dann unter dem Strich das Bruttosozialprodukt. Wie wichtig ist die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor, wenn die Zahlen des Bruttoinlandsprodukts nicht mehr stimmen? Wenn es mit der Wirtschaft nach unten geht und die Verbraucher weniger konsumieren, dann sinkt mit dem Bruttosozialprodukt auch die Konjunktur.

Die Phasen der Wirtschaft

Die Wirtschaft eines jeweiligen Landes bleibt nicht immer auf dem gleichen Niveau, sie verläuft vielmehr wellenförmig. Gibt es einen Aufschwung, dann spricht man von einer Expansion und wenn die Kurve auf ihrem höchsten Punkt angekommen ist, dann ist von einer Hochkonjunktur oder von einem Boom die Rede. In der Regel folgt nach einem Aufschwung ein Abschwung, die sogenannte Rezession, und wenn diese Rezession an ihrem tiefsten Punkt angekommen ist, dann sprechen die Wirtschaftsexperten von einer Depression. Wie bedeutend die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor ist, das zeigt auch eine alte Wirtschaftsregel, die besagt, wenn ein Boom sehr stark ist, dann wird der anschließende Boom noch stärker ausfallen. Sehr eindrucksvoll lässt sich die Konjunktur an der wirtschaftlichen Lage nach den beiden Weltkriegen ablesen. Nach dem Erstem Weltkrieg lag die Konjunktur am Boden, es kam zu einer tiefen Depression, das Gleiche passierte auch nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1960er Jahren kam die Konjunktur wieder in Schwung und es gab das berühmte Wirtschaftswunder.

Die Konjunktur als Wirtschaftsfaktor – das lässt sich auch sehr gut an den Konjunkturpaketen ablesen, die die Regierung immer mal wieder schnürt. So wird versucht, die Infrastruktur zu verbessern, in dem Straßen gebaut oder Beschäftigungsprogramme aufgelegt werden, damit wieder mehr Menschen in Arbeit kommen, Geld verdienen und dieses Geld dann wieder ausgeben, damit die Wirtschaft floriert und die Konjunkturkurve steigen kann.

Bild: © Depositphotos.com / Violka08

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.