ETFs immer öfter besser als aktive Aktienfonds

Veröffentlicht: 20. März 2016 | 7:22 Uhr
ETFs immer öfter besser als aktive Aktienfonds

Nicht wenige Verbraucher nutzen seit Jahren klassische Investmentfonds, um beispielsweise für ein bestimmtes Ziel zu sparen oder diese zum Aufbau der privaten Altersvorsorge in Anspruch zu nehmen. In den vergangenen Jahren hat sich allerdings eine bestimmte Fondsart am Markt immer mehr hervorgehoben, nämlich die sogenannten ETFs. Damit sind Indexfonds gemeint, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie einen bestimmten Index nur passiv nachbilden und auf ein aktives Fondsmanagement verzichtet wird. Immer häufiger gibt es Untersuchungen, dass diese Passivfonds eine bessere Gesamtrendite verbriefen, als es bei den aktiv gemanagten Fonds der Fall ist.

Niedrige Kostenquote als wesentliche Grundlage

Es gibt zwei Gründe dafür, warum die börsengehandelten ETFs dem Anleger öfter eine bessere Gesamtrendite als aktiv gemanagte Fonds liefern können. Der Hauptgrund besteht darin, dass die Kosten für den Anleger bei den ETFs teilweise deutlich geringer als bei den aktiv gemanagten Fonds sind. Bei Aktienfonds gibt es fast immer eine zu zahlende Managementgebühr, die nicht selten zwischen einem und drei Prozent beträgt. Zusätzlich veranschlagen die Fondsgesellschaften häufig Verwaltuings- und /oder Vertriebskosten, sodass eine Gesamtkostenquote von drei Prozent pro Jahr keine Seltenheit ist. Demzufolge muss der Fonds erst einmal eine Performance von mindestens drei Prozent erzielen, damit die Kosten für den Anleger gedeckt sind. Erst danach kommt es zu tatsächlichen Gewinnen und somit zu einer positiven Rendite. Da die Kostenquote bei den ETFs Fonds mit durchschnittlich unter einem Prozent erheblich niedriger ist, wird die positive Rendite natürlich schon bei einer geringeren Performance erreicht.

Performance der ETF-Fonds häufig besser als bei Aktivfonds

Ein zweiter Punkt, warum die Gesamtrendite bei ETF-Fonds immer häufiger besser als bei aktiv gemanagten Fonds ist, besteht in der besseren Performance. Auch wenn es eigentlich widersinnig klingt, schaffen es die passiven Indexfonds immer häufiger, eine bessere Performance als aktiv gemanagte Aktienfonds zu erzielen. Eigentlich sollte es natürlich genau umgekehrt sein, denn immerhin zahlt der Kunde mit der Managementgebühr gerade dafür, dass durch das aktive Management eine bessere Performance erreicht wird, als es nur das reine Nachbilden eines Index erzielen kann.

Bild: © Depositphotos.com / 8vfanDP

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Über den Autor Oliver Schoch

Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und war über 15 Jahre bei verschiedenen Banken und in diversen Bereichen tätig. Seit mittlerweile sieben Jahren ist er in Vollzeit als freiberuflicher Journalist und Online-Redakteur tätig. Webseite: www.autor-schoch.de