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<span class=ns>News:</span> Studentenkredite – wann ist die Aufnahme sinnvoll?

Immer mehr Kreditinstitute bieten spezielle Darlehen an, deren Eigenschaft vornehmlich darin besteht, auf eine bestimmte Kundengruppe ausgerichtet sein. Ein klassisches Beispiel sind Studentenkredite, bei denen es sich meistens um gewöhnliche Ratenkredite handelt, die allerdings nur Studierenden angeboten werden. Die Angebote sind teilweise recht verlockend, aber trotzdem sollten Studenten genau prüfen, ob sie ein derartiges Darlehen überhaupt benötigen bzw. ob es die beste Alternative darstellt.

Wann ist eine Kreditaufnahme für Studenten sinnvoll?

Für Studenten gibt es in Deutschland durchaus verschiedene Möglichkeiten, wie das Studium letztendlich finanziert werden kann. Zu nennen sind hier insbesondere die folgenden Optionen:

  • Unterstützung durch die Eltern
  • BAföG
  • Einkommen aus Studentenjobs
  • Finanzierung durch Kredite

In vielen Fällen ist es so, dass Studenten von Zuhause aus finanziell unterstützt werden. Ist dies nicht der Fall, weil die Eltern nicht können oder wollen, haben viele Studenten die Möglichkeit, BAföG zu beantragen und dann auch zu erhalten. Darüber hinaus nutzen Studierende oftmals die Möglichkeit, sich durch einen Studentenjob etwas Geld nebenbei zu verdienen. Sollten diese drei Optionen allerdings nicht genutzt werden können, ist es oftmals unumgänglich, einen Kredit aufzunehmen. Zu beachten ist, dass es Studentenkredite grundsätzlich in zwei Varianten gibt, nämlich als Ratenkredit der Bank und die KfW bietet eine spezielle Förderung an, nämlich den Studienkredit.

Unterschied zwischen Bankkredit und Studienkredit

Bankkredite als Studentenkredite und der Studienkredit der KfW unterscheiden sich insbesondere durch die Rückzahlungsmodalitäten. Beim Studentenkredit der Banken ist es so wie bei einem klassischen Ratenkredit, nämlich dass die Darlehenssumme auf einen Schlag ausgezahlt wird und dann zukünftig ab Laufzeitbeginn in monatlichen Raten zu tilgen ist. Die Konstruktion beim Studienkredit der KfW ist eine andere. Zwar erhält der Student auch hier die Darlehenssumme X, allerdings wird diese nicht auf einen Schlag, sondern in monatlichen Raten ausgezahlt. Dies führt dazu, dass der Studienkredit der KfW optimal dafür geeignet ist, die laufenden Kosten zu finanzieren, wie zum Beispiel die Kosten für den Lebensunterhalt.

Ferner ist es als Vorteil zu benennen, dass die Rückzahlung des Studienkredites der KfW erst nach Abschluss des Studiums beginnt. Somit wird der Studierende während seines Studiums nicht durch eventuelle Ratenzahlungen zusätzlich finanziell belastet. Der Studentenkredit der Banken eignet sich demgegenüber vor allem dafür, um einmalige Kosten zu decken, wie zum Beispiel die Anschaffung eines Autos. Für die laufenden Studienkosten hingegen ist der Ratenkredit der Banken weniger geeignet, denn dann muss die aufgenommenen Darlehenssumme X bekanntlich im Zuge der monatlichen Raten abbezahlt werden, was eine zusätzliche Belastung für Studenten darstellt.

Bild: © Depositphotos.com / zimmytws

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Über den Autor Oliver Schoch

Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und war über 15 Jahre bei verschiedenen Banken und in diversen Bereichen tätig. Seit mittlerweile sieben Jahren ist er in Vollzeit als freiberuflicher Journalist und Online-Redakteur tätig. Webseite: www.autor-schoch.de