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<span class=ns>News:</span> Gibt es die ideale Aufteilung zur Altersvorsorge?

In Deutschland hat viele Jahrzehnte das System der sogenannten drei Säulen bei der Altersvorsorge vorgeherrscht. Dies ist auch heute noch der Fall, auch wenn von offizieller Seite aus mittlerweile vom sogenannten Drei-Schichten-Modell gesprochen wird. Nach wie vor ist es allerdings so, dass die gesamte Altersvorsorge hierzulande auf den drei Säulen gesetzliche Rente, betriebliche und private Altersvorsorge basiert. Doch wie sollte eigentlich Stand 2016 eine optimale Aufteilung dieser Komponenten erfolgen?

Gesetzliche Rente als Grundabsicherung

Die gesetzliche Rente hat nach wie vor in erster Linie die Aufgabe, für eine gewisse Grundabsicherung im Alter zu sorgen. Allerdings sollten sich beispielsweise Rentner und Rentnerinnen, die im Jahre 2016 in den Ruhestand treten, keine Illusionen dorthingehend machen, dass die gesetzliche Rente dazu in der Lage wäre, alleine den erworbenen Lebensstandard zu sichern. Durchschnittlich betrachtet können selbst Personen, die über mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, nur noch mit einem Niveau rechnen, welches etwa 50 Prozent des letzten Bruttolohns beträgt. Somit ist die gesetzliche Rente alleine nicht dazu in der Lage, eine ausreichende Absicherung fürs Alter zu gewährleisten.

Betriebliche und private Altersvorsorge zu Ergänzung

Die erste Aufteilung sieht demnach so aus, dass etwa 50 bis 60 Prozent der späteren Bezüge im Alter aus der gesetzlichen Rente bestehen. Bei vorher Selbstständigen fällt dieser Posten natürlich weg, falls nicht auf freiwilliger Basis in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Einen vergleichsweise kleinen Anteil der entstehenden Versorgungslücke können Betriebsrenten schließen. Allerdings wird die betriebliche Altersvorsorge auch 2016 noch bei Weitem nicht von allen Arbeitnehmern genutzt, die eigentlich einen Anspruch darauf hätten. Lohnenswert ist diese Säule auf jeden Fall, denn sie kann später zwischen 10 und 25 Prozent der gesamten Einkünfte ausmachen. Neben der gesetzlichen Rente muss bzw. sollte der größte Teil der späteren Einnahmen im Rentenalter aus einer privaten Vorsorge stammen. Diese private Vorsorge wird aufgrund der Tatsache, dass eben die Einnahmen aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Rentenalter weiter sinken, von immer größerer Bedeutung.

Selbstständigen bleibt oft nur eine Säule

Während der „normale“ Angestellte in Deutschland die Möglichkeit hat, die Altersvorsorge in die drei angesprochenen Schichten zu gliedern, müssen insbesondere zahlreiche Freiberufler und Selbstständige oftmals sowohl auf die gesetzliche Rente als auch auf eine betriebliche Altersvorsorge verzichten. In dem Fall liegt die gesamte Last also häufig auf einer privaten Altersvorsorge, um die sich der jeweils Selbstständige bzw. Freiberufler auch noch komplett selbst kümmern muss. Nicht wenige Experten fordern in dem Zusammenhang, dass das System in Deutschland insoweit geändert werden sollte, als dass absolut jeder Beschäftigte bzw. beruflich Tätige in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen muss. Dieses Modell gibt es unter anderem in der Schweiz, welches zur Grundsicherung für jeden Bürger führt. Selbstständige könnten dann auch in Deutschland nicht nur mit Einzahlungen in die Rentenkasse belastet werden, sondern vor allem später zumindest einen gewissen Teil der gesamten Rente wie Angestellte auch in Form der gesetzlichen Rente beziehen.

Bild: © Depositphotos.com / keport

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Über den Autor Oliver Schoch

Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und war über 15 Jahre bei verschiedenen Banken und in diversen Bereichen tätig. Seit mittlerweile sieben Jahren ist er in Vollzeit als freiberuflicher Journalist und Online-Redakteur tätig. Webseite: www.autor-schoch.de