News: Droht den Lebensversicherern der Kollaps?

Veröffentlicht: 26. März 2016 | 10:37 Uhr
<span class=ns>News:</span> Droht den Lebensversicherern der Kollaps?

Auf die Lebensversicherungen kommen schwere Zeiten zu und wenn es nach der Ratingagentur Moody´s geht, dann könnten die kleineren Versicherungsgesellschaften sogar vor dem Ende stehen. Das hätte gravierende Folgen für die komplette Branche, denn bedingt durch die negativen Zinsen der EZB, werden sich immer weniger Menschen für eine klassische Lebensversicherung als Altersvorsorge entscheiden.

Unattraktive Verträge

Die Finanzexperten von Moody´s befürchten, dass der Verkauf von Lebensversicherungen auf das Niveau von 2015 sinken wird, denn die neuen Verträge ohne den bisherigen Garantiezins sind wenig attraktiv. Es wird immer schwieriger, den Kunden die neuen Bedingungen für die Verträge zu erklären, denn kaum jemand hat noch Verständnis für die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Besonders schwer wird es für die kleinen Versicherer, ihren Kunden die Verträge schmackhaft zu machen, und wenn im schlimmsten Fall die schwächeren Gesellschaften zusammenbrechen, dann kann das verheerende Auswirkungen für die gesamte Branche haben.

Die Gewinne werden weniger

Deutschland profitiert momentan von einer vermeintlich niedrigeren Arbeitslosigkeit und einem recht starken Wirtschaftswachstum, was sich positiv auf die Laune der Verbraucher auswirkt, aber durch den Negativzins werden alle diese Effekte wieder zunichtegemacht. Das schmälert wiederum die Gewinne der Lebensversicherer, die sich jetzt etwas einfallen lassen müssen, um neue Kunden mit neuen Verträgen an sich zu binden.

Weniger Probleme bei den Unfallversicherern

Nach der Ansicht von Moody´s werden die Schaden- und Unfallversicherer keine so großen Probleme bekommen. Sie müssen zwar auch mit den niedrigen Zinsen leben, aber in diesem Bereich werden die Tarife nur moderat ansteigen. Wenn es in absehbarer Zeit keine großen Katastrophen gibt, dann sollten die Einnahmen über die Beiträge ausreichen, um die Aufwendungen für die Schäden, den Vertrieb und die Verwaltung abzudecken.

Die Finanzexperten der amerikanischen Ratingagentur gehen momentan noch nicht von einem „Worst-Case-Szenario“ aus, aber ein „Best-Case-Szenario“ ist es in der heutigen Zeit leider auch nicht mehr.

Bild: © Depositphotos.com / maikal777

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Ulrike Dietz

Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.