Die Riester-Rente – eine traurige Wahrheit

Veröffentlicht: 2. April 2016 | 14:22 Uhr
Die Riester-Rente – eine traurige Wahrheit

Die deutschen Arbeitsminister müssen sich entweder an ihren Worten oder aber an ihren Taten messen lassen. Heute noch gerne, aber immer ein wenig hämisch zitiert wird Norbert Blüms Satz: „Die Renten sind sicher“, bei Walter Riester sind es die Taten, die für Unmut sorgen, genauer gesagt die nach ihm benannte Rente, denn deren Ruf ist jetzt gänzlich ramponiert.

Ein Produkt mit Schaden

Viel zu teuer, viel zu bürokratisch und damit auch nicht sonderlich rentabel – das ist der Ruf, den die Riester-Rente hat. Der Ruf dieses privaten Rentenprodukts ist nachhaltig zerstört und jetzt erlebt die viel gepriesene Rente ein neues Desaster. In dieser Woche wurde bekannt, dass ausgerechnet ein Produkt aus der breit gefächerten Riester-Palette, an dem die Kritiker bisher nichts zu mäkeln hatten, einen äußerst unangenehmen Haken hat.

Teure Gebühren

Es war die Stiftung Warentest, die herausgefunden hat, dass die Bank- und Fondssparpläne deutlich teurer sind als bisher angenommen. Bevor die private Riester-Rente ausgezahlt wird, werden die Versicherten kräftig zu Kasse gebeten, denn die Anbieter möchten Gebühren haben. Das heißt, wer auf diese Weise „riestern“ möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Es ist die Ansparphase, die ins Visier der Kritiker geraten ist, denn bislang wurde die ausgezahlte Summe zu 100 % in eine private Rente umgewandelt, die dann monatlich ausgezahlt wurde. Jetzt werden neue Abschlusskosten angekündigt und das ist besonders für diejenigen sehr ärgerlich, die ganz bewusst ein Fondsprodukt gewählt haben, weil sie keine teuren Versicherungsverträge haben wollten.

Keine zusätzlichen Kosten

Der Gesetzgeber hat sich, als die Riester-Rente auf den Markt kam, dazu entschieden, keine zusätzlichen Kosten für den Abschluss eines Vertrages zu berechnen. So steht es auch im Altersvorsorgeverbesserungsgesetz, das 2013 verabschiedet wurde. Jetzt sieht alles wieder ganz anders aus und wieder verliert ein Riester-Produkt an Attraktivität. Es ist daher kein Wunder, dass kaum noch jemand Vertrauen in Riester-Produkte hat.

Bild: © Depositphotos.com / bitpics

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.