News: Senioren sind die Verlierer der neuen Zinspolitik

Veröffentlicht: 7. April 2016 | 15:06 Uhr
<span class=ns>News:</span> Senioren sind die Verlierer der neuen Zinspolitik

Einige Banken, wie zum Beispiel die Commerzbank, haben lange Zeit ein Geheimnis daraus gemacht, wie sich die aktuellen Zinsen auf die kostenlosen Girokonten ihrer Kunden auswirken können. Noch im März erklärte die Commerzbank, dass in dieser Richtung keine Änderungen geplant sind. Nur eine Woche später klingt das schon ganz anders, denn jetzt sieht sich die Bank gezwungen, auf das niedrige Zinsniveau zu reagieren: Ab dem 1. Juni 2016 wird die Commerzbank Gebühren für beleghafte Überweisungen verlangen.

Entweder oder

Viele ältere Menschen setzen auch im Internetzeitalter auf die klassische Überweisung auf Papier und diese Senioren werden ab dem 1. Juni 2016 zur Kasse gebeten. Jede Überweisung kostet bei der Commerzbank dann 1,50 Euro und diese Gebühr trifft alle, die kein Onlinebanking machen. Den Kunden der Bank bleibt dann nur zu entweder zu einem Girokonto mit einer Grundgebühr oder zu einer anderen Bank zu wechseln. Die Commerzbank ist bei dieser Gebührenpolitik leider kein Einzelfall, denn immer mehr Banken wenden sich an die Kunden, die das klassische Banking bevorzugen und verlangen von diesen Kunden Gebühren.

Gutes Beispiel Postbank

Auch die Postbank verlangt von ihren Kunden seit 2015 für alle beleghaften Überweisungen eine Gebühr von 0,99 Euro. Da es aber in den meisten Fällen Senioren sind, die kein Internetbanking machen wollen oder können, hat die Bank reagiert. Alle Kunden, die 60 Jahre und älter sind, müssen keine Gebühren mehr bezahlen, ein Beispiel, was Schule machen sollte. Die Commerzbank kann sich für dieses Gebührenmodell leider nicht erwärmen und auch andere Banken wollen keine Ausnahmen machen, wenn es um die Gebühren geht.

Zwar sind Senioren sehr interessiert und vielfach auch sehr versiert, was das Internet angeht, trotzdem können sich 67 % nicht für das moderne und praktische Onlinebanking erwärmen. Sie füllen nach wie vor Überweisungsscheine aus und bezahlen lieber am Schalter als im Netz.

Bild: © Depositphotos.com / Jeanette.Dietl

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Ulrike Dietz

Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.