Harsche Kritik der CSU an Mario Draghi

Veröffentlicht: 19. April 2016 | 19:38 Uhr
Harsche Kritik der CSU an Mario Draghi

Die CSU ist bekannt für ihre offenen Worte und hält sich selten zurück, wenn ihr irgendetwas nicht passt. Jetzt beklagen die Politiker der CSU einen massiven Verlust an Glaubwürdigkeit, wenn es um die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und ihren Chef Mario Draghi geht. Einen weiteren Draghi kann man nach Ansicht der CSU nicht mehr verkraften, stattdessen sollte ein Deutscher das Amt übernehmen.

Der Nächste bitte

Noch bis 2019 ist der Italiener Mario Draghi der Chef der EZB und nach seiner Amtszeit müsste es ein Deutscher sein, der die Geldpolitik wieder in ruhige Gewässer führt. Diese Meinung vertritt der Vizechef der Unionsfraktion Hans-Peter Friedrich stellvertretend für die CSU, gegenüber der „Bild“-Zeitung. Es geht der CSU vorrangig um die Stabilität der Währung und um das Vertrauen, das wieder zurückgewonnen werden muss. Deshalb sollte der Nachfolger von Draghi auch ein Deutscher sein, der sich der Tradition der Deutschen Bundesbank verpflichtet fühlt.

Kritik an der Zinspolitik

Auch Hans-Peter Uhl, seines Zeichens Außenpolitiker und Mitglied des Deutschen Bundestages, hält sich mit massiver Kritik an Mario Draghi nicht zurück. Europa kann sich einen weiteren Draghi nicht mehr leisten, denn die Nullzins-Politik richtet mehr Schaden als Nutzen an. Für eine erfolgreiche europäische Zukunft muss ein deutscher Finanzexperte an die Spitze der EZB, damit auch die deutschen Sparer wieder mehr von ihrem Geld haben.

Die aktuelle Lage

Ob ein Deutscher an der Spitze der Europäischen Zentralbank die bessere Lösung ist, das sei dahin gestellt. Es steht jedoch fest, dass mittlerweile 99 von insgesamt 793 Banken ihren Kunden keine Zinsen mehr für das Tagesgeldkonto oder das klassische Sparbuch anbieten. Schuld an dieser Misere ist Mario Draghi, der die Zinsen für Sparguthaben praktisch abgeschafft hat. Wie es weitergehen soll, steht noch nicht fest, aber wie aus Kreisen der EZB bekannt wurde, fast Draghi jetzt das sogenannte Helikoptergeld ins Auge.

Bild: © Depositphotos.com / Mario Draghi

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.