News: Droht die Altersarmut trotz Rentenerhöhung? » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Droht die Altersarmut trotz Rentenerhöhung?

Wie Rainer Hank in einem Kommentar der FAZ kürzlich offenlegt, kommt es derzeit zwischen der höchsten Rentenerhöhung seit über 23 Jahren und der Angst vor der drohenden Altersarmut zu einem eklatanten Gegensatz. Die dröhnende Angst der Deutschen vor der Altersarmut treibt Alleinstehende, Frauen und Geringverdiener in einen Finanzkonflikt, da am Ende des Monats kaum etwas bleibt, um vorzusorgen. Dabei ist auch in den kommenden Jahren mit jährlichen Rentenerhöhungen im Durchschnitt von 2 Prozent zu rechnen. Ist die Sorge unbegründet?

Altersarmut mit höheren Rentenzahlungen als heute – ist das möglich?

Exemplarisch bekommt der heutige „Eckrentner“ bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 45 Jahren eine Rente von 1301 €. Mit der Absenkung des Rentenniveaus möchte man dem demographischen Fall entkommen. Wobei mit den Rentenansprüchen auch die Auszahlungserwartungen und die Grundsicherung steigen. So kann es sein, dass der „arme“ Rentner in 13 Jahren mehr Geld hat als heute, das aber viel schneller ausgegeben wird. Derzeit funktioniert die gesetzliche Rente relativ gut, was schlussendlich an dem intakten Arbeitsmarkt liegt. Es gibt immer mehr Arbeitnehmer, noch dazu steigen die Einkommensverhältnisse. Folglich sind die Rentenerhöhungen an die steigenden Einkommensverhältnisse gekoppelt.

Wann folgt die Krise und steigt die Gefahr der Altersarmut?

2029 hingegen soll es zu einer Krise kommen. Dann gehen die heutigen Arbeitnehmer in den Ruhestand über mit einer glücklicherweise höheren Lebenserwartung. Im Gegenzug dazu ist nicht zu erwarten, dass die Geburtenrate steigt. Zum jetzigen Zeitpunkt möchte unser Finanzminister Wolfgang Schäuble, selbst 73 Jahre, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre erhöhen, um für mehr Beiträge zu sorgen.

Wie wäre es eigentlich, das gesetzliche Renteneintrittsalter gleich abzuschaffen und es jedem selbst zu überlassen, wie früh oder spät er in Rente geht und wie lang er seinen eigenen Job ausüben möchte? Schlussendlich nutzen die Spitzenparteien die Altersarmut und das Rententhema für ihren Wahlkampf und erwirken unwillkürlich eine diskussionsreiche Kontroverse. Den Arbeitnehmern bleibt heute nichts weiter übrig, als privat vorzusorgen, die Rentenlücke zu berechnen und einen durchdachten Sparplan für die Jahre nach der Arbeit zu entwickeln.

Bild: © Depositphotos.com / keport

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Über den Autor Juliane Werner

Juliane Werner ist 33 Jahre alt und immer auf der Suche nach effektiven Möglichkeiten, Ihr privates Budget optimal zu verwalten. Dabei spielt für Sie eine durchdachte Investition und Vorsorge eine ausschlaggebende Rolle.