Der US-Dollar – die wichtigste Währung der Welt » Finanzen Heute

Der US-Dollar – die wichtigste Währung der Welt

Offiziell heißt er „The United States Dollar“, aber die Welt kennt die Währung nur unter der Kurzform US-Dollar. Die Amerikaner nennen ihre Währung Greenbuck oder kurz Buck, was sich auf die grüne Farbe der Geldscheine bezieht. Aber nicht nur die Amerikaner bezahlen mit dem Dollar, auch in Osttimor, in Ecuador, in Panama, in El Salvador und auf den Britischen Jungferninseln zahlen die Menschen mit dem Dollar. Als Währung ist der US-Dollar frei konvertibel, das heißt, überall auf dieser Welt kann er unbegrenzt in andere Währungen umgetauscht werden.

Die Geschichte des US-Dollar

Die Geschichte der amerikanischen Währung beginnt mit den Engländern, als sie noch die Kolonialherren auf dem nordamerikanischen Kontinent waren. Die Kolonien in Übersee waren wichtige Rohstofflieferanten, die Zucker für den englischen Tee, Baumwolle für feine Stoffe und Tabak für die Pfeifen der englischen Gentleman lieferten. Beherrscht wurde dieses lukrative Geschäft von der East India Company, über die fast der gesamte Handel mit der Neuen Welt lief. Aber die Handelsgesellschaft hatte Probleme mit dem Handel im eigenen Land, denn es gab Warenzölle an den jeweiligen Grenzen der 13 amerikanischen Kolonien. Diese Kolonien betrachteten sich als souveräne Staaten und erkannten die britische Währung nicht an.

Ein reger Tauschhandel

Um mit England weiter Handel treiben zu können, musste mit Wechseln gearbeitet werden, die später in England eingelöst wurden, denn das englische Pfund in 13 Staaten einzuführen, war verboten. So mussten sich die Engländer etwas einfallen lassen und so begann ein reger Tauschhandel. Mais und Tabak wurden unter anderem gegen das Muschelgeld der Ureinwohner, das sogenannte Wampun getauscht. Dann tauchten die ersten Münzen auf, aber in sieben der souveränen Bundesstaaten war das Münzgeld noch unbekannt. Probleme gab es auch mit dem unterschiedlichen Wert der Münzen, denn jede Münze sah anders aus und hatte einen anderen Wert. Schuld an diesem Durcheinander waren die Briten, denn nur das englische Parament und der König hatten das Recht, Münzen zu prägen.

Aus dem Taler wird ein Dollar

Im Jahre 1704 wurde das Prägen von Münzen in der Neuen Welt untersagt, um so einen wirtschaftlichen Aufschwung der Kolonien zu verhindern. Es gab nur noch Geld aus dem Ausland und dieses Geld aus Spanien und den Niederlanden wurde zum Zahlungsmittel der Amerikaner. Die Spanier brachten den Taler nach Amerika, den sie Dolares nannten und aus dem „Spanish Dollar“ wurde schließlich der US-Dollar. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg sorgte Thomas Jefferson dafür, dass es eine neue amerikanische Währung gab, denn der US-Dollar war ein weiteres Zeichen dafür, dass die Amerikaner sich endgültig von ihren Kolonialherren, den Briten, befreit hatten.

Die erste richtige Währung

1787 war es endlich so weit und die ersten Cent Münzen konnte auf amerikanischem Boden geprägt werden. Später kamen der Vierteldollar, der Halbdollar und der Dime, der Zehnteldollar dazu. Die Münzen waren aus Silber oder Kupfer und nur der „Eagle“, die zehn Dollar Münze, bestand aus reinem Gold. 1862 kamen die ersten Geldscheine in Umlauf, die mit den Porträts der Präsidenten verziert waren. Im Laufe der Zeit etablierte sich der Dollar als Zahlungsmittel, seine Entwicklung nahm dabei aber immer wieder einen unterschiedlichen Kurs. So scheiterte Napoleon III., als er 1867 versuchte, für den Franc und den Dollar einen festen Wechselkurs festzulegen. Der US-Dollar durchlief Phasen von großem Wachstum, aber auch von sehr tiefen Krisen, und es waren die Auswanderer ebenso wie der Bürgerkrieg, die das Land und seine Währung geprägt haben.

Seit 1944 ist der Dollar die Leitwährung, denn am Kurs des US-Dollars orientiert sich die ganze Welt. Der Dollar löste damit das britische Pfund ab, das bis dahin die wichtigste internationale Währung war. Viele Amerikaner empfinden das noch heute als eine große Genugtuung.

Bild: © Depositphotos.com / babenkodenis


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.