Richard Branson – ein Unternehmer mit Humor und Weitsicht » Finanzen Heute

Richard Branson – ein Unternehmer mit Humor und Weitsicht

Er gehört mit einem Vermögen von fast fünf Milliarden Euro zu den reichsten Männern der Welt, aber er hat sich nicht nur als genialer Unternehmer einen Namen gemacht. Richard Branson ist auch Ballonfahrer, Besitzer einer eigenen Insel an einem der schönsten Orte der Welt, Streiter für eine bessere Umwelt, Tierschützer und ein moderner Ritter. Immer wieder hat Branson viel Humor bewiesen und sich als Mann, der nie die Bodenhaftung verloren hat, viele Freunde gemacht.

Mit dem Gefühl für Erfolg

Richard Charles Nicholas Branson wird am 18. Juli 1950 in Blackheath geboren, einem Vorort von London. In der Schule tut sich der Junge schwer, denn er leidet unter Legasthenie, was ihn allerdings nicht davon abhält, 1967 zusammen mit einigen Mitschülern, eine Schülerzeitung herauszugeben. „Student“ heißt diese Zeitung, für die sogar weltberühmte Gastautoren wie Jean Paul Satre und John le Carré Artikel schreiben. Aus wirtschaftlicher und finanzieller Sicht aber wird die Zeitung ein Flop. Richard Branson verlässt ohne einen Abschluss die Schule und macht sich, kaum 20 Jahre alt, als Unternehmen selbstständig. „Virgin“ nennt er sein Unternehmen und er verschickt Schallplatten, später kamen dann noch Plattenläden dazu. 1972 eröffnet er ein Tonstudio in Oxfordshire und einer seiner ersten Kunden war ein Bassist mit Namen Mike Oldfield. Ein Jahr später erscheint dessen Album „Tubular Bells“, ein Welterfolg, der sich fünf Millionen Mal verkauft.

Erfolge und Misserfolge

Der Erfolg von Mike Oldfield ist der Grundstein für den Unternehmer Richard Branson, der umgehend expandiert und mit „Virgin Sun Airlines“ eine eigene Fluggesellschaft gründet. 2007 bringt er eine 3D-Spielewelt ins Netz, mit der er den Markt für PC-Spiele revolutionieren will. 2009 folgt dann der nächste Knaller, als Branson das SpaceShipTwo vorstellt, mit dem gut betuchte Kunden private Kurzausflüge ins All unternehmen können. Der Brite wollte auch im Rennsport ganz vorne mitmischen und beteiligte sich am Rennstall Manor Grand Prix, aber dieses Unternehmen erwies sich als totaler Misserfolg, denn sein Rennstall endet in den Jahren 2010 und 2011 auf dem letzten Platz.

Richard Branson, der Politiker

Neben seinem Unternehmertum hat sich Branson immer wieder auch um karitative Einrichtungen und die Umwelt gekümmert. So gründete er die Virgin Healthcare Foundation, die sich um die Aids-Forschung kümmert. Der Klimaschutz liegt Richard Branson ebenfalls sehr am Herzen und 2006 verkündete er, dass seine Firma drei Milliarden Euro in erneuerbare Energien investieren will. 2011 stellte Branson die „Virgin Oceanic“, ein Tauchboot vor, das die Weltmeere erkunden soll. Auch der Schutz der Haie ist dem Unternehmer wichtig, so gründete er 2013 mit der Unterstützung der Präsidentin von Costa Rica das „Sharkproject“, was ihm den Titel „Shark GUARDIAN oft the Year“ bescherte. Die größte Auszeichnung bekam der Unternehmer Richard Branson jedoch aus den Händen der englischen Königin, die ihn 1999 zum sogenannten „Knight Bachelor“ ernannte und zum Ritter schlug. Seitdem darf er sich Sir Richard Branson nennen.

Spaßvogel und Weltrekordler

Immer wieder hat der Brite Sinn für Spaß bewiesen. Als er zum Beispiel eine Wette verlor, löste er seine Wettschuld ein und servierte im roten Kostüm einer Flugbegleiterin und mit glatt rasierten Beinen den Passagieren auf einem Flug vom australischen Perth nach Kuala Lumpur in Indonesien die Getränke. Nebenbei sammelte die „Stewardess“ Branson auch noch Geld, was er später einer australischen Organisation spendete, die kranke Kinder unterstützt. Branson liebt es, auch Weltrekorde aufzustellen, wie 1986, als ihm mit seinem Schiff „Virgin Atlantic Challenger II“ die schnellste Atlantiküberquerung gelang. Ein Jahr später flog er als erster Mensch mit einem Heißluftballon über den Atlantik und 1991 gelang diese Leistung noch einmal, als er den Pazifik mit einem Ballon überquerte. Mehrfach wollte er im Ballon auch die Erde umrunden, aber diese Versuche misslangen.

Bild: © Depositphotos.com / Jean_Nelson


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.