Amerikanische Wirtschaft macht Donald Trump so erfolgreich » Finanzen Heute

Amerikanische Wirtschaft macht Donald Trump so erfolgreich

Zunächst nahm in keiner so richtig ernst, dann gewann er eine Vorwahl nach der anderen, jetzt steht Donald Trump als Kandidat der republikanischen Partei für die amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November 2016 fest. Die meisten Menschen in Europa reiben sich nur noch verwundert die Augen, Ökonomen sprechen schon jetzt von einem Desaster und alle fragen sich: Wie verrückt sind die Amerikaner eigentlich, dass sie einen Mann wie Donald Trump zu ihrem nächsten Präsidenten machen wollen. Ein Blick auf die wirtschaftliche Lage der USA gibt auf diese Frage eine Antwort.

Die Wirtschaftslage in den USA

Auf den ersten Blick sieht die wirtschaftliche Lage in den USA sehr gut aus, aber eben nur auf den ersten Blick. Erst beim näheren Hinsehen zeigen sich die Schwachstellen, und genau hier setzt der Milliardär und Provokateur Donald Trump an. Als es 2008 durch die Pleite der Lehman Bank zur Finanzkrise kam, stürzte die Weltmacht USA ins Bodenlose, aber sie erholte sich auch ebenso schnell wieder. Schon zwei Jahre später war die Wirtschaftsleistung pro Kopf wieder auf dem Stand von 2006 und heute liegt sie schon weit darüber. Die Amerikaner haben sich schnell von dem Schock erholt und es geht ihnen gut, aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Werte werden verschleiert

In den USA geht das gleiche Gespenst um, wie es auch in Deutschland der Fall ist: Die Ungleichheit bei den Einkommen hat mehr und mehr zugenommen. Die Wirtschaft ist deutlich gewachsen, aber immer weniger Amerikaner können davon auch profitieren, es geht mit immer mehr Haushalten stetig bergab. Die durchschnittlichen Werte werden sehr bewusst verschleiert, aber die Menschen mit einem niedrigen Einkommen spüren es auch so, an ihnen geht der wirtschaftliche Aufschwung vorbei. Bei diesen Menschen genießt Donald Trump ein hohes Ansehen. Er verspricht, falls er zum Präsidenten der USA gewählt wird, sich weniger in den globalen Handel einzumischen und stattdessen den Weg einer protektionistischen Wirtschaft zu gehen, zudem will er sich um die Menschen kümmern, die in den vergangenen Jahren immer wieder zu den Verlierern gehört haben.

Donald Trump – eine Hoffnung für die Armen

Wer sich die potenziellen Wähler von Donald Trump einmal genauer anschaut, der wird dort viele Menschen mit einem geringen Einkommen und einem ebenso geringen Bildungsgrad finden. Der typische Trump Wähler ist weiß, männlich und gehört der amerikanischen Unterschicht an. Es sind die Arbeiter, die auf den Mann bauen, der mehr Geld hat, als es sich ein durchschnittlicher Amerikaner vorstellen kann und der ihnen eine bessere, aber vor allem eine gerechtere Welt verspricht. Soziale Gerechtigkeit verspricht übrigens auch Bernie Sanders, ein Linker, der als Gegenstück zu Hillary Clinton für die Demokraten ins Weiße Haus einziehen möchte.

Was plant der Milliardär?

Was genau Donald Trump für den Fall seiner Präsidentschaft plant, darüber lässt er seine Anhänger weitgehend im Unklaren. Anders als Bernie Sanders hat Trump keine konkreten und nachvollziehbaren Pläne, er setzt vielmehr auf Phrasen und große Worte, aber das reicht seinen Anhängern offensichtlich vollkommen aus. Auch zum Thema Außenpolitik hat Donald Trump sich noch nicht geäußert, trotzdem trauen ihm seine Fans zu, die Belange der USA auch international zu vertreten. Auf den ersten Blick liegt hier der Vorteil von Hillary Clinton, denn schließlich war sie lange Jahre Außenministerin unter Barack Obama. Clinton mag zwar die größere Erfahrung haben, im Trump Lager kommt die ehemalige First Lady jedoch nicht sonderlich gut an. Sie ist für viele ein Symbol der reichen amerikanischen Oberschicht, die Trump für die schlechte wirtschaftliche Lage vieler Amerikaner verantwortlich macht.

Das Rennen um das Weiße Haus ist noch lange nicht entschieden und es sieht nach einem spannenden Kopf-an-Kopf Rennen zwischen den so unterschiedlichen Kandidaten aus.

Bild: © Depositphotos.com / demerzel21

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.