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Münzen als alternative Geldanlage

Es sind schwere Zeiten für alle, die ihr Geld gewinnbringend anlegen wollen, denn die Zinsen sind so niedrig, dass sich die klassischen Geldanlagen nicht mehr lohnen. Was gibt es für Alternativen? Welche Kapitalanlagen werfen noch Gewinne ab, und was noch wichtiger ist, welche Geldanlagen behalten ihren Wert? Die Antwort ist sehr einfach und lautet: Münzen. Gold- und Silbermünzen sind nicht nur als Anlage attraktiv, sie sind auch ein internationales Zahlungsmittel und verlieren kaum an Wert. Was sollte beim Ankauf von Münzen beachtet werden und was spricht besonders für Goldmünzen als Geldanlage?

Gold – eine stabile Währung

Gold ist das wohl begehrteste Edelmetall der Welt, es ist als Geldanlage vielseitig und gilt, was den Preis angeht, als sehr stabil. Goldmünzen haben anders als Banknoten einen realen Wert, denn Papiergeld lässt sich beliebig vermehren, Gold hingegen nicht. Zwar haben Alchemisten immer wieder versucht, Gold zu produzieren, aber das Beste, was bei diesen Versuchen im Laufe der Jahrhunderte herausgekommen ist, war Porzellan. Gold hat schon immer eine zentrale Rolle gespielt und noch immer bunkern die Staaten dieser Welt Goldreserven und wappnen sich so gegen Finanzkrisen aller Art. Aber nicht nur Staaten schätzen Gold als Wertanlage, auch immer mehr private Anleger setzen auf Gold und kaufen Münzen aus purem Gold.

Auf das Gewicht kommt es an

Wer Gold kauft, der kann das in Form von Barren oder Münzen tun, beliebt sind aber Münzen, da diese sich einfacher transportieren lassen und als internationales Zahlungsmittel gelten. Wer Goldmünzen kaufen will, der hat die Wahl zwischen verschiedenen Gewichten, die den Wert der jeweiligen Münzen bestimmen. Das Goldgewicht wird in Unzen gemessen, wobei eine Unze 31,10 Gramm beträgt. Wer also eine Münze kauft, die fünf Unzen wiegt, der hat eine Münze in seiner Sammlung, die 155 Gramm auf die Waage bringt. Besonders beliebt sind Münzen, die eine Unze wiegen und die niedrige Prägekosten haben, denn das macht diese Münzen auch für den kleinen Geldbeutel attraktiv.

Schöne Motive für Sammler

Goldmünzen werden nicht nur als Geldanlage gesammelt, auch die aufwendige Optik dieser Münzen ist ein Kriterium für Sammler, welche beispielsweise über Münzkurier zu bekommen sind. So ist zum Beispiel der „American Eagle“ nach wie vor ein beliebtes Motiv, ebenso wie der legendäre „Krügerrand“ aus Südafrika. Ein stilisiertes Ahornblatt ziert den „Maple Leaf“ aus Kanada, und seit 1989 ist auf der „Australien Kangaroo“ ein Känguru zu sehen. Unter den europäischen Goldmünzen erfreut sich Münzen wie die „Wiener Philharmoniker“ großer Beliebtheit. Wer Goldmünzen sammelt, der kann sich über ständig neue Motive freuen, denn es gibt immer wieder sehr attraktive Sonderprägungen.

Immer wieder schön – historische Münzen

Viele sind seit der Einführung des Euro zu Münzsammlern und somit auch zu Anlegern geworden. Beliebte Sammlerobjekte sind jedoch nicht nur die Euromünzen aus den verschiedenen Ländern, auch historische Münzen haben eine immer größer werdende Fangemeinde. Russische Münzen, die das Porträt des Zaren zieren, haben ebenso viele Freunde wie Münzen aus Frankreich, auf denen die Könige zu sehen sind. Wer sich für historische Münzen interessiert, der sollte nicht nur nach dem äußerlichen Aspekt kaufen, sondern auf seltene Münzen achten, denn sie haben einen deutlich höheren Verkaufswert. Wie selten eine historische Münze ist, das erklärt sich aus der Prägeauflage, die diese Münze ursprünglich einmal hatte. Auf der anderen Seite kann auch eine Münze mit einer hohen Prägeauflage sehr wertvoll sein, wenn beispielsweise ein Teil der Auflage während eines Krieges eingeschmolzen wurde. Das ist bei vielen Gold- und Silbermünzen aus dem deutschen Kaiserreich der Fall. Historische Münzen müssen kein Vermögen kosten, denn wenn sie verkauft werden, dann zählt nur der aktuelle Goldpreis. Ist der Goldpreis hoch, dann können die Münzen an eine Bank oder an einen Edelmetallhändler verkauft werden.

Bild: © Depositphotos.com / tankist276


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.