News: Kein Schnäppchen: Brexit wird Briten Milliarden kosten » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Kein Schnäppchen: Brexit wird Briten Milliarden kosten

Mit dem Ziel, endlich weniger Geld an Brüssel abzugeben, startete einst das Referendum. Das Ergebnis dürfte den meisten bekannt sein: Die Briten haben sich, wenn auch knapp, für das Brexit entschieden. Die ersten kommen schon jetzt ins Trudeln, was nicht zuletzt an den kostspieligen Konsequenzen liegen mag.

Was kostet Großbritanniens Befreiungsschlag?

Mit dem demokratischen Entschluss für den Brexit sollte der Befreiungsschlag aus der EU gelingen und damit hohe Sparmaßnahmen in Verbindung mit den eigentlichen Abgaben einhergehen. Doch was so verlockend klingt, geht vielleicht nach hinten losgehen. Die angeblich hohen Summen, von wöchentlich 350 Millionen £, waren nicht nur falsch, sie kommen den Briten jetzt doppelt teuer zu stehen.

Was kommt auf Großbritannien zu?

Eines der größten Probleme sehen Ökonomen in der wirtschaftlichen Unruhe und Unsicherheit. So ist davon auszugehen, dass die Investitionen aus dem Ausland auf ein Minimum heruntergefahren werden und auch Exporte ein kräftiges Defizit verbuchen. Das Brexit kommt der gesamten Insel auf lange Sicht teuer zu stehen. Ohne Umwege geht es für Großbritannien in eine Außenseiterposition. Darüber hinaus prognostizieren die Rating-Agenturen ein Wachstumsminus von 0,3 %. Hier beruft man sich auf die Annahme, dass zukünftig auch die Staatsschulden weiter steigen.

Preiserhöhungen und Reglementierungen

Die ersten Ergebnisse, die sich unweigerlich im Geldbeutel der Briten bemerkbar machen, hat der Finanzminister erst am Mittwoch angekündigt: Es kommt zu erheblichen Steuererhöhungen, die mit Kürzungen im sozialen Bereich einhergehen. Darüber hinaus befindet sich das britische Pfund auf einem Tiefflug, von dem es sich vermutlich in nächster Zeit nicht erholen wird.

Erst in dieser Woche hat die BBC eine Grafik veröffentlicht, in der von enormen Preissteigerungen für Dinge des alltäglichen Lebens auszugehen ist. Gerade Tomaten und Käse, die hauptsächlich exportiert werden, steigen im Preis. Ein weiterer Vorzug fällt weg: Als ehemalige EU-Mitglieder konnten die Briten einen kurzen Abstecher nach Belgien oder Frankreich unternehmen, um beliebig Zigaretten und Alkohol einzukaufen. Dieses Vergnügen dürfte nun reglementiert werden. Es bleibt abzuwarten, wie schwerwiegend das Echo des Brexits für die gesamte Insel ausfallen wird.

Bild: © Depositphotos.com / JJFarquitectos

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Über den Autor Juliane Werner

Juliane Werner ist 33 Jahre alt und immer auf der Suche nach effektiven Möglichkeiten, Ihr privates Budget optimal zu verwalten. Dabei spielt für Sie eine durchdachte Investition und Vorsorge eine ausschlaggebende Rolle.