Ferienhäuser in Spanien – so kassiert das Finanzamt ab

Ferienhäuser in Spanien – so kassiert das Finanzamt ab

Ferienhäuser in Spanien – so kassiert das Finanzamt ab – finanzen-heute.com

Spanien ist eines der liebsten Ferienziele der Deutschen, erst recht, seit die Beziehungen zur Türkei ein wenig frostig sind. Viele Deutsche, die gerne ihren Urlaub auf der iberischen Halbinsel verbringen, denken darüber nach, sich dort ein Feriendomizil zuzulegen, denn eine eigene Finca verbindet das Nützliche mit dem Angenehmen. In Zeiten niedriger Zinsen gewinnen Immobilien als Geldanlage wieder an Wert und da die Häuser und Ferienwohnungen in Spanien erschwinglich sind, finden sich immer mehr Interessenten. Ferienhäuser in Spanien sind ohne Zweifel attraktiv, aber wer ein Haus kaufen will, der sollte sich über die Methoden des spanischen Finanzamtes informieren.

Ferienhäuser in Spanien und die Jagd der Steuerfahnder

In Madrid hat man beschlossen, Jagd auf Steuersünder zu machen, denn die leeren Kassen des Staates müssen wieder gefüllt werden. Diese Maßnahmen treffen besonders die Besitzer der Ferienhäuser in Spanien und die Steuerfahnder sind nicht zimperlich, wenn es ums Eintreiben der fälligen Summe geht. Da werden die Ferienhausanlagen schon mal vom Hubschrauber aus fotografiert, um Bausünden ausfindig zu machen, die nicht genehmigt worden sind. Interessant sind vor allem die Ferienhäuser in Spanien, die Deutschen und Briten gehören, denn sie scheren sich offensichtlich nicht ums Baurecht und erweitern ihre Finca ganz wie es ihnen gefällt. Aus alten Ställen werden so schmucke Wohnhäuser und wer bei diesen illegalen Baumaßnahmen erwischt wird, dem drohen hohe Nachzahlungen der Grundsteuer sowie ebenso hohe Geldstrafen.

Erste Erfolge

Seit Beginn der drastischen Maßnahmen der spanischen Steuerbehörden wurden bereits über 21.600 Ferienhäuser in Spanien entdeckt, die größer waren, als es den Katasterämtern gemeldet wurde und in über 7500 Fällen wurden aus alten Stallungen und Scheunen attraktive Wohnhäuser, dazu kommen 2400 Pools, die nicht genehmigt worden sind. Die Steuerfahnder haben erst einen kleinen Teil der Ferienhausregionen ins Visier genommen. Jetzt folgen die Kanarischen Inseln und die Ferienorte an der spanischen Festlandküste, denn auch dort haben viele Briten und Deutsche ihr Ferienhaus in Spanien.

Jahrelang weggeschaut

Es war nicht nur das schöne Wetter oder das blaue Meer, das die Deutschen, Briten und Niederländer auf die iberische Halbinsel gelockt hat, es war vor allem die Aussicht auf ein Ferienhaus in Spanien zu günstigen Preisen. Zweitwohnsitze wurden in den vergangenen Jahren immer beliebter, zumal die Bauämter und auch die Finanzämter gerne mal ein Auge zugedrückt haben. So wurden viele Ferienhäuser in Spanien ohne die erforderliche Genehmigung gebaut oder erweitert. Vielfach wurde dem Finanzamt aber auch nicht der tatsächliche Kaufpreis, sondern eine deutlich geringere Summe genannt. So kam es, dass Häuser, die eigentlich 200.000 Euro gekostet haben, beim Finanzamt nur noch 50.000 Euro wert waren, und für diese Summe musste dann die Grunderwerbssteuer bezahlt werden.

Spanien spart

Spanien ist ein Krisenland in der EU, das sogar mit einem Rettungspaket von 100 Milliarden Euro gestützt werden musste. Jetzt gilt es, den verschuldeten Staat wieder flott zu machen, um den Haushalt wieder auszugleichen. So wurden die Ausgaben des Staates drastisch gekürzt, die Steuern erhöht und es wurde vor allen Dingen in den Amtsstuben mit eisernem Besen durchgefegt. Diese Sparmaßnahmen treffen nun auch diejenigen, die immer ehrlich waren, und wer sich heute ein Ferienhaus auf Mallorca oder Teneriffa zulegen will, der wird richtig zur Kasse gebeten. Ist der Preis niedrig, dann werden die Finanzämter direkt misstrauisch und es passiert immer wieder, dass eine Baugenehmigung zum Beispiel für den Bau eines Swimmingpools, nicht erteilt wird. Die Dummen sind die Ferienhausbesitzer, die nicht schwarz bauen, sondern zur zuständigen Behörde gehen. Wenn die Aufforderungen des Finanzamtes jedoch ignoriert werden, dann machen die Behörden kürzen Prozess und schätzen einfach, wie hoch der Wert einer Immobilie ist und legen nach diesen Schätzungen die Grunderwerbssteuer fest, und das kann sehr teuer werden.

Bild: © Depositphotos.com / freefly

Hat Ihnen der Beitrag „Ferienhäuser in Spanien – so kassiert das Finanzamt ab“ gefallen?

Hier geht es zu weiteren interessanten Themen …

Wollen Sie immer aktuell bleiben? Unsere Gratis Handy App installieren …

Ferienhäuser in Spanien – so kassiert das Finanzamt ab
5 (100%) 1

Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.