Flexi-Steuer soll Verbraucher zum Sparen bewegen

Veröffentlicht: 18. August 2016 | 13:13 Uhr
Flexi-Steuer soll Verbraucher zum Sparen bewegen

Sigmar Gabriel soll derzeit eine automatische Steuererhöhung prüfen, die jeden Verbraucher zu einem sparsamen Umgang mit Energie anhalten soll. Exakte Ausführungen zu der so genannten flexiblen Steuer finden sich im „Grünbuch Energieeffizienz“. Was dahinter steckt, werden wir in diesem Beitrag detaillierter darstellen.

Flexible Steuern auf Kosten der Verbraucher

Sieht man etwas genauer hin, entdeckt man direkt im „Grünbuch Energieeffizenz“ im Vorwort des Wirtschaftsministers das Vorhaben der Anpassung gegebener Rohstoffpreise für die Energieträger. Für den Verbraucher bedeutet das nichts Positives, denn eine so genannte flexible Steuer bei niedrigeren Benzinpreisen erhöht automatisch die Steuern für Sprit. Der Verbraucher würde also gar nichts mitbekommen von sinkenden Benzinpreisen. Hätte man dies offizieller bestätigt und publik gemacht, würden diese Nachrichten aller Wahrscheinlichkeit für negative Furore sorgen.

Fallende Ölpreise sorgen für mehr Gewinn im Staatssäckel

Warum soll ausgerechnet der Verbraucher bei sinkenden Benzinpreisen keinen Vorteil aus der Sache ziehen? In diesem Zusammenhang spricht man von so genannten preissteuernden Instrumenten, diese sollen den eigentlichen Anreiz und die Motivation zu einem sparsamen Umgang mit Energie erhöhen. Folglich sollen der Politik für Energieeffizienz diese positiven Preisentwicklungen zugute kommen und für mehr Budget sorgen. Das soll wiederum das Prinzip manifestieren: Je weniger man verbraucht, desto mehr kann man sparen.

Wohingegen ein weiteres Fallen der Ölpreise dieses Verhalten nicht begünstigen würde. Man möchte den zusätzlichen Mehrgewinn zum Beispiel für eine Prämie in Bezug auf Autos mit einem alternativen Antrieb einsetzen und hier die Anreize erhöhen, verantwortungsbewusster mit den Ressourcen der Welt umzugehen. Es bleibt fraglich, ob diese Preisregulierungen das richtige Vorgehen darstellen oder der Verbraucher sich nicht ganz bewusst für die Energiewende und für effiziente und umweltgerechte Energie entscheidet. Eines steht fest: Ein bitterer Beigeschmack bleibt bei diesem Vorhaben.

Bild: © Depositphotos.com / lightpoet

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