Schwarzgeld fehlt – immer mehr Schweizer Banken müssen aufgeben » Finanzen Heute

Schwarzgeld fehlt – immer mehr Schweizer Banken müssen aufgeben

Immer mehr Schweizer Privatbanken stehen vor dem Aus, weil ihnen das Schwarzgeld fehlt. Schuld sind die strengeren Regeln, die es zunehmend schwerer machen, illegal Geld in der Alpenrepublik zu verstecken. Vorbei sind die Zeiten, in denen vor allem vermögende Deutsche ihr Geld still und heimlich ins Nachbarland gebracht haben, denn als der Druck auf die Schweizer Banken immer stärker wurde, wurden viele Milliarden Franken wieder abgezogen.

Eine Domäne geht verloren

Diskretion war immer eines der Markenzeichen der Schweiz, jetzt hat die Schweiz als diskreter Partner in Sachen Schwarzgeld ihren Glanz verloren. Als man in Deutschland damit begann, CDs mit den Namen von Steuersündern zu kaufen, hatten viele mit einem Konto in der Schweiz nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder zum Finanzamt gehen und Selbstanzeige erstatten, oder das Geld wieder aus der Schweiz holen, sehr viele entschieden sich für die zweite Option.

Die großen Banken haben gewonnen

Nicht nur die privaten Banken kommen ins Trudeln, auch die großen Banken wie die Credit Suisse und die UBS stehen unter Druck. Sie wagen es nicht mehr, Steuerbetrügern eine Heimat zu bieten, aber anders als den kleinen Privatbanken, ist es den großen Banken geglückt, mit neuen Geschäftsfeldern in Asien ein zweites Standbein aufzubauen. Vor allem in China gibt es immer mehr vermögende Menschen, die in den kommenden Jahren Geld anlegen wollen und die Schweizer Banken sind nach wie vor eine der besten Adressen, wenn es ums Geld geht.

Die Kleinen verschwinden

Die meisten Privatbanken in der Schweiz haben kaum oder gar keine internationalen Kontakte und vielen wissen jetzt nicht mehr, wie es weitergehen soll. Experten gehen davon aus, dass es in zwei Jahren nicht einmal mehr 100 private Banken in der Schweiz geben wird. Aber nicht nur das fehlende Schwarzgeld macht den Banken zu schaffen, auch die niedrigen Zinsen sorgen für ein Bankensterben.

Bild: © Depositphotos.com / dyoma2


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.