Wechsel der Bankverbindung wird einfacher

Wechsel der Bankverbindung wird einfacher

Wechsel der Bankverbindung wird einfacher – finanzen-heute.com

Ab dem 18. September wird Verbrauchern der Wechsel des Bankkontos erleichtert. Nach dem neuen Zahlungskontengesetz sind die Banken dafür verantwortlich, Geschäftspartner des Kunden wie Energieversorger, Telefonanbieter oder Versicherer über die neue Kontoverbindung zu informieren. Sie müssen dafür sorgen, dass Lastschriften und Daueraufträge nicht ins Leere laufen. Zudem muss der Kontowechsel künftig innerhalb von zwölf Arbeitstagen erledigt sein.

Wettbewerb soll gefördert werden

Mit den neuen Regelungen möchte der Gesetzgeber für mehr Wettbewerb unter den Banken sorgen. Verbraucher sollen zu einem häufigeren Wechsel ihrer Bankverbindung ermuntert werden. Bisher zeigten sich die deutschen Bankkunden nur wenig wechselwillig. Nach einer kürzlich durchgeführten Forsa-Umfrage können sich nur 14 Prozent der Befragten in absehbarer Zeit einen Kontowechsel vorstellen. Bei jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren fiel das Ergebnis mit 22 Prozent etwas höher aus.

Als häufigster Grund für einen Wechsel wurden hohe Kosten (66 Prozent) gefolgt von Unzufriedenheit mit den Leistungen (32 Prozent) bzw. dem Service (29 Prozent) genannt. Für 43 Prozent der Befragten spricht der große Aufwand gegen einen Wechsel des Girokontos.

Entscheidung liegt beim Kunden

An diesem Punkt setzt dann auch das neue Gesetz an. Durch den vorgeschriebenen Kontowechselservice werden regelmäßige Zahlungen, Daueraufträge und Lastschriften nun automatisch auf die neue Bankverbindung umgestellt. Hierzu muss der Kunde seiner Bank lediglich einen entsprechenden Auftrag erteilen. Bei den meisten Direktbanken gehört dieser Service bereits seit längerer Zeit zum Standard. Meldet sich der Kunde in seinem alten Konto an, werden die Kontobewegungen der letzten 13 Monate gefiltert und auf dem Bildschirm angezeigt.

Kunden können individuell festlegen, welche Geschäftspartner die Bank informieren sollen und bei welchen sie dies selbst übernehmen möchten. Auf diese Weise soll der gesamte Vorgang innerhalb von wenigen Minuten erledigt sein. Einige Banken haben sich bereits auf die Gesetzesänderung vorbereitet und ihr System mit einer entsprechenden Software versehen. Geldinstitute, die noch auf Papier setzen, dürften hierfür etwas länger brauchen.

Wie lange ein Kontowechsel dauern darf, ist durch das Gesetz klar geregelt. Der neue Anbieter muss innerhalb von zwei Tagen bei der bisherigen Bank die benötigten Informationen abfragen. Innerhalb von fünf Arbeitstagen müssen diese dann übermittelt werden. Für die neue Bank bleiben dann erneut fünf Tage Zeit, um alle Daueraufträge einzurichten und die verschiedenen Unternehmen über die neue Kontoverbindung zu informieren.

Bild: © Depositphotos.com / andresr

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Über den Autor Hanspeter Volk

Hanspeter Volk ist 47 Jahre alt, verheiratet und lebt in Berlin. Der Fachjournalist für Finanzen schreibt Artikel für verschiedene Online-Portale. Bei finanzen-heute.com informiere ich regelmäßig über Neuerungen in der Finanzbranche.