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<span class=ns>News:</span> Gebühren fürs Geldabheben steigen

Die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank sorgen weiter für Preiserhöhungen bei den Banken. Nachdem einige Institute den Negativzins bereits an ihre Kunden weitergeben, steigen nun auch die Gebühren am Geldautomaten deutlich. Eine thüringische Sparkasse lässt sich die Nutzung ihrer Automaten besonders teuer bezahlen. Vor allem junge Kunden unterschätzen diesen Kostenfaktor.

Erhöhungen über alle Banken hinweg

In den letzten zwölf Monaten sind die Gebühren für das Abheben von Bargeld am Automaten kräftig gestiegen. Nach einer von der Zeitschrift Wirtschaftswoche beauftragen Umfrage stieg der Durchschnittspreis für bankfremde Kunden von 4,04 Euro auf 4,20 Euro. Nahezu alle Privatbanken haben ihre Gebühren von 1,95 auf mindestens 3,90 Euro angehoben. Mittlerweile haben viele Sparkassen und Volksbanken nachgezogen. Zu den Spitzenreitern gehört die Sparkasse Gotha mit einer Gebühr von sechs Euro. Bei der Sparkasse Düsseldorf müssen Kunden anderer Banken pro Abhebung eine Gebühr von 5,75 Euro zahlen.

Mit der Deutschen Bank hat auch das größte Geldinstitut hierzulande kräftig an der Preisschraube gedreht. Wer kein Konto bei einer zur Cash Group gehörenden Bank hat zahlt nun 3,90 Euro statt wie bisher 1,95 Euro.

Vereinbarung von 2011 gilt nicht mehr

Der Bundesverband deutscher Banken hatte 2011 eine Vereinbarung getroffen, nach der die Gebühr am Bankautomaten maximal 1,95 Euro betragen soll. Da diese jedoch nur für die eigenen Mitglieder galt, war sie von Beginn an umstritten. Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken waren nicht an die Vereinbarung gebunden. Zusammengenommen sind diese jedoch der größte Geldautomatenbetreiber. Die Genossenschaftsbanken überließen es den einzelnen Instituten welchen Betrag sie für das Geldabheben verlangen.

Es geht auch anders

Zu den löblichen Ausnahmen gehören die ING-DiBa sowie die PSD Banken. Beide Institute belassen es bei der bisherigen Gebühr von 1,95 Euro. Allerdings ist die Zahl der vorhandenen Automaten bei diesen Banken relativ gering. Insofern spielen die Kosten für Abhebungen durch institutsfremde Kunden keine allzu große Rolle.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen schätzt, dass die tatsächlichen Kosten für eine Abhebung von bankfremden Kunden zwischen 30 und 70 Cent betragen. Nach Angaben der Direktbank ING-DiBa ist die Gebühr von 1,95 Euro absolut kostendeckend. Dass die meisten Banken nun an der Gebührenschraube drehen zeigt, dass sie vermehrt auf diese Gewinne angewiesen sind.

Bild: © Depositphotos.com / prykhodov

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Über den Autor Hanspeter Volk

Hanspeter Volk ist 47 Jahre alt, verheiratet und lebt in Berlin. Der Fachjournalist für Finanzen schreibt Artikel für verschiedene Online-Portale. Bei finanzen-heute.com informiere ich regelmäßig über Neuerungen in der Finanzbranche.