Die Hoffnung der Finanzmärkte heißt Hillary Clinton » Finanzen Heute

Die Hoffnung der Finanzmärkte heißt Hillary Clinton

Für viele Amerikaner war Hillary Clinton die Siegerin des ersten TV-Duells mit Donald Trump und auch an den Börsen hat man hörbar aufgeatmet. Clinton habe eine sehr solide Leistung abgeliefert – das war die Meinung der meisten Börsianer. Sie hoffen jetzt, dass die Kandidatin der Demokraten ihren Vorsprung bis zur Wahl am 8. November noch ausbauen kann, denn die ehemalige First Lady der USA ist so etwas wie ein Garant für die Finanzmarktlage, un das nicht nur in den USA.

Eine leichte Erholung der Kurse

Nach dem Fernseh-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump reagierten die Kurse an der Wall Street mit einem leichten Anstieg, auch der mexikanische Peso wurde gegenüber dem Dollar deutlich aufgewertet. Aktuell ist der Peso eine etwas sensible Währung, da Donald Trump das Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexico kritisiert hat und der Präsidentschaftskandidat der Republikaner zudem eine Mauer zwischen den USA und Mexico errichten möchte. Hillary Clinton wird von den Finanzmärkten hingegen gerne gesehen, denn sie gilt als besser berechenbar als Trump. Als in den Tagen vor dem Rededuell der beiden Anwärter auf das Weiße Haus bekannt wurde, dass Trump und seine Konkurrentin in den Meinungsumfragen gleich auf liegen, gab es bei den Kursen starke Schwankungen und die Börsen wurden nervös.

Trumps Aussagen zur Wirtschaft

Die Aktienkurse an der New Yorker Wall Street befinden sich seit März 2009 trotz einiger Rückschläge auf einem ansteigenden Kurs, und auch der Dow Jones liegt dieses Jahr bei rund vier Prozent im Plus. Noch besser steht der erweiterte Aktienindex S&P 500 seit Anfang des Jahres da, denn er stieg um fünf Prozent. Donald Trump ist das aber nicht geheuer, denn er sprach am Montagabend von einer so wörtlich „großen, fetten, hässlichen, spekulativen Blase“ an den Aktienmärkten. Trump ging aber noch weiter, denn er warf Janet Yellen, der Chefin der Notenbank Fed vor, diese gefährliche Blase mit niedrigen Zinsen erschaffen zu haben. Wenn die Notenbank die Zinsen wieder anhebt, dann wird diese Blase platzen und die Kurse werden in die Tiefe rauschen, behauptete Donald Trump.

Hillary Clinton ist die bessere Wahl

Wenn es nach den Ökonomen, den Fondsmanagern und den Experten für Geldanlagen aller Art geht, dann spricht sich eine Mehrheit von 53 % für Hillary Clinton als Präsidentin aus, denn sie sorgt für die nötige Stabilität an den Märkten und sie kennt sich aus ihrer Zeit als Außenministerin im Umgang mit wichtigen Politikern in aller Welt gut aus. Aber Hillary kommt nicht bei allen gut an, die in der Finanzbranche tätig sind, rund 26 % der Börsianer und Fondsmanager hält Donald Trump für die bessere Wahl, denn er kennt sich mit Finanzen aus, er hat Siege und Niederlagen in seiner geschäftlichen Laufbahn erlebt und gilt als guter Stratege.

Wie wird die Finanzwelt reagieren?

Wie werden bestimmte Branchen auf die Wahlen reagieren? Die Fachwelt ist sich bei diesem Thema nicht einig. So sehen die Finanzexperten der Schweizer UBS Bank einen Anstieg der Kurse vor allem bei Einzelhändlern und Restaurantketten, wenn Donald Trump die Wahl gewinnen sollte. Trump hat Steuersenkungen in Aussicht gestellt und das würde es den Verbrauchern erlauben, wieder mehr einzukaufen und öfter ein Restaurant zu besuchen. Die Aktien der Banken würden ebenfalls von einer Wahl des Milliardärs profitieren. Trump will, anders als Hillary Clinton, das nach der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise ins Leben gerufene Finanzmarktreformgesetz den sogenannten Dodd-Frank-Act, wieder kippen. Wenn Trump gewinnt, dann werden sich auch die Energie- und die Tabakbranche freuen, denn auch hier will der Kandidat der Republikaner anders als seine Konkurrentin, die Regulierungen lockern. Allerdings glaubt auch die UBS, dass die Aktien zunächst ins Trudeln geraten, wenn Trump ins Weiße Haus einziehen sollte.

Bild: © Depositphotos.com / palinchak


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.