News: Wird alles besser, wenn das Bargeld verschwindet? » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Wird alles besser, wenn das Bargeld verschwindet?

Steuerhinterziehung, Geldwäsche im großen Stil und auch illegale Einwanderungen würde es nicht mehr geben, wenn das Bargeld angeschafft würde – diese kühne Behauptung sorgt für Diskussionsstoff und das nicht nur unter namhaften Ökonomen. Aber nicht nur die Kriminalität kann effektiv bekämpft werden, wenn das Bargeld verschwindet, auch die Banken könnten endlich Negativzinsen durchsetzen und das würde der Wirtschaft helfen.

Allmählich auslaufen lassen

Führende Ökonomen raten den Industrienationen, das Bargeld in den nächsten Jahren langsam auslaufen zu lassen. Zunächst sollen die großen Scheine verschwinden, dann nach und nach auch die kleinen Scheine und letztendlich auch das Bargeld. Eventuell könnte das Münzgeld bleiben, in diesem Fall müsste man beobachten, wie sich der Zahlungsverkehr im Einzelnen entwickelt. Mit dieser Maßnahme würden viele Probleme vor allem aus dem wirtschaftlichen und finanziellen Bereich gelöst.

Die Kriminalität bekämpfen

Steuerbetrug und Geldwäsche würden durch die Abschaffung des Bargelds unattraktiv, denn es wären unter anderem keine anonymen Zahlungen im großen Rahmen mehr möglich. Neben dem Drogenhandel könnte auch die organisierte Kriminalität sowie die Behördenkorruption, Erpressung und auch der Menschenhandel bekämpft werden. Hier stehen vor allem die großen Geldscheine im Fokus, denn diese Scheine werden sehr häufig für illegale Transaktionen genutzt. Auch das Problem der Schwarzarbeit würde geringer, denn den Arbeitgebern wird es nicht mehr möglich sein, Arbeitskräfte schwarz und in bar zu bezahlen. Wenn die Möglichkeit der Schwarzarbeit wegfällt, dann würde das auch die illegale Einwanderung eindämmen, denn es sind überwiegend Einwanderer, die schwarzarbeiten.

Ein Alltag ohne Bargeld – ist das möglich?

Selbst wenn die Argumente der Ökonomen noch so plausibel klingen, die Mehrheit der Bürger kann sich nicht vorstellen, auf Bargeld zu verzichten. Es gibt Tausende von Situationen, in denen Bargeld gebraucht wird und nicht jeder, der beim Bäcker Brötchen kaufen will oder im Bus eine Fahrkarte kaufen möchte, ist gewillt, für diese kleine Transaktion die Kreditkarte zu benutzen.

Bild: © Depositphotos.com / leungchopan

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.