News: Die EU will Kommissaren die Gehälter kürzen » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Die EU will Kommissaren die Gehälter kürzen

Raus aus der EU und rein in die Wirtschaft – so lautet offensichtlich das Motto von einigen EU-Kommissaren. Neben Neelie Kroes wechselte auch der frühere EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in die Wirtschaft und beide kassieren jetzt quasi doppelt, einmal mit dem Gehalt der EU und einmal mit dem, was sie bei ihren neuen Arbeitgebern bekommen. Das Europaparlament will sich das jetzt nicht mehr länger ansehen und fordert strengere Regeln.

Ein heftiger Streit

In der Europäischen Union wird heftig gestritten, und zwar über das nicht unbedingt sensible Verhalten der ehemaligen Kommissare. Jetzt droht das Parlament sorgt damit, den Kommissaren wie Kroes und Barroso die jährlichen Bezüge um ein Fünftel zu kürzen. Vor allem die Fraktion der Grünen kann nicht verstehen, dass es bis jetzt noch keinen Verhaltenskodex gibt, an dem sich die Kommissare orientieren müssen, wenn sie aus dem Parlament in die freie Wirtschaft wechseln. Im Fokus steht vor allem José Manuel Barroso, der zum Bankhaus Goldman Sachs wechselt. Der Wechsel geschah zwar im Einvernehmen mit den Richtlinien der EU, aber er gilt vor allem durch die Rolle, die Goldman Sachs während der Euro-Krise gespielt hat, als moralisch verwerflich und instinktlos.

Die fraglichen Geschäfte der Neelie Kroes

Auch die niederländische EU-Kommissarin Neelie Kroes hat sich alles andere als vorbildlich verhalten. Als die sogenannten Panama-Enthüllungen publik wurden, kam heraus, dass Frau Kroes ihren Posten als Geschäftsführerin einer Gesellschaft mit Sitz auf den Bahamas nicht angezeigt hatte und somit gegen die geltenden Regeln der EU verstieß. Jetzt wurde es der Ombudsfrau Emily O´Reilly zu bunt und sie schrieb einen Brandbrief an die EU-Kommission. In diesem Brief ist die Forderung zu lesen, dass es eine Reform des Verhaltenskodex geben muss, und die Parlamentarier schlossen sich dem an.

Bis es so weit ist, werden die ehemaligen EU-Kommissare für die Dauer von drei Jahren weiter ihre vollen Bezüge bekommen, trotz üppiger Bezahlung aus der Wirtschaft.

Bild: © Depositphotos.com / nito103

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.