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<span class=ns>News:</span> Die Preise ziehen an – schuld ist die Inflation

Die führenden Volkswirtschaften in Europa haben eine sehr lange Zeit mit stagnierenden oder sogar mit fallenden Preisen gelebt, aber das ist jetzt offenbar vorbei. Im Oktober sind die Preise im Jahresvergleich vor allem in Spanien und in Deutschland merklich angestiegen, ein Grund für diese Preissteigerung sind die gestiegenen Preise für Energie. In Deutschland und in Spanien wurde der höchste Stand der Inflation seit 2014 verzeichnet, während in Frankreich der Inflationswert nach wie vor bei 0,5 % verharrt.

Volkswirte haben damit gerechnet

Wie das Statistische Bundesamt am vergangenen Freitag mitteilte, gab es für den Oktober einen Anstieg der Preise um 0,8 %, und damit stand fest, dass die Inflationsrate zuletzt vor zwei Jahren so hoch war. Das ist allerdings keine allzu große Überraschung, denn führende Volkswirte hatten mit diesem Anstieg schon gerechnet. Es sind die Ölpreise, die für die steigende Inflation sorgen, denn die Energie ist in den Staaten der Eurozone deutlich teuer geworden. Experten rechnen damit, dass es die Inflation sein wird, die die Preise auch in den kommenden Monaten kräftig nach oben korrigieren wird.

Was will die EZB?

Für die Europäische Zentralbank ist es wichtig, dass im Euro-Währungsraum die Inflation bei stabilen zwei Prozent bleibt. Um das zu erreichen, arbeitet die EZB mit einer lockeren Geldpolitik und sorgt im Währungsraum für eine bislang beispiellose Flut an Geld. Jeden Monat wird daher von der EZB ein Volumen von 80 Milliarden Euro gekauft, unter anderem auch Staatsanleihen. Die EZB will ihre Geldpolitik auch weiterhin lockern und daher dürfte die sogenannte Kerninflation auch ohne schwankende Preise für Nahrungsmittel und Energie weiterhin schwach bleiben.

Die Verbraucher werden die steigende Inflation zuerst bei den Grundnahrungsmitteln feststellen. So sollen die Preise für Milch schon ab dem 1. November deutlich steigen. Die Verbraucher müssen dann für ihre Milch mehr bezahlen, wahrscheinlich liegt die Erhöhung in einem zweistelligen Cent-Bereich. Aktuell kostet der Liter Vollmilch rund 46 Cent.

Bild: © Depositphotos.com / Ai825

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.