Wie gefährlich wird „Präsident Trump“ für die Weltwährung? » Finanzen Heute

Wie gefährlich wird „Präsident Trump“ für die Weltwährung?

Es sind nur noch wenige Tage bis zur Wahl des amerikanischen Präsidenten, aber an den Finanzmärkten weltweit macht sich jetzt schon Nervosität breit. Die Märkte fürchten sich davor, dass es Donald Trump tatsächlich schaffen könnte und als nächster US-Präsident ins Weiße Haus einzieht, denn dann wartet nach Ansicht von Finanzexperten eine wahre Explosion der Schulden sowie eine Inflation. Noch schlimmer ist jedoch die Vorstellung, dass der Dollar endgültig zu einer weichen Währung werden könnte.

Der Vorsprung schmilzt

Noch vor wenigen Wochen sah es nach einem klaren Wahlsieg für Hillary Clinton aus, jetzt hat es den Eindruck, als würden sich die beiden Kandidaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Mit jeder Umfrage, die Trump vorne sieht, beben die Finanzmärkte, sie rechnen mit einem geringeren Wirtschaftswachstum und einen Schuldenberg, der ihnen um die Ohren fliegt. Beide Szenarien sind düster, denn sie würden die Währung USA zumindest mittelfristig vollkommen zerrütten. An der Wall Street geht man davon aus, dass der Dollar schon unmittelbar nach der Wahl sehr deutlich an Wert verlieren wird.

Wie wird es weitergehen?

Wenn Hillary Clinton die Wahl gewinnen sollte, dann wird zumindest bei den Finanzen und bei der Wirtschaft alles bleiben, wie es ist, denn Clinton wird auf dem Kurs bleiben, den Barack Obama eingeschlagen hat. Aber was passiert, wenn Donald Trump die Wahl gewinnt? Was wird aus dem Freihandel? Wie wird es mit der Einwanderungspolitik aussehen? So genau weiß das keiner. Trump wird die versprochenen Steuererleichterungen durchsetzen, ein Ziel, das vor allem den oberen Schichten sehr gefallen wird. Wie er diese die Ausgaben dann finanzieren will, darüber hat Trump schon nachgedacht und gemeint, dass die Notenbank es schon richten wird. Das Resultat dieser Politik wäre verheerend, die Schulden würden im Vergleich zur Wirtschaftsleistung des Landes von aktuell 76 % auf 135 % ansteigen. Damit hätten die USA italienisch Verhältnisse und der Dollar wäre keine Weltwährung mehr, sondern eine Währung unter vielen.

Bild: © Depositphotos.com / actionsports


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.