Trump ist da und TTIP ist tot

Trump ist da und TTIP ist tot

Trump ist da und TTIP ist tot – finanzen-heute.com

„America First“, Amerika zuerst – mit diesem Motto ist Donald Trump in den Wahlkampf gezogen und dieses Motto hat ihm sehr wahrscheinlich auch den Wahlsieg beschert. Bereits im Wahlkampf hatte der designierte Präsident der USA das Handelsabkommen mit Europa, kurz TTIP genannt, scharf kritisiert und in einem Atemzug neue Zölle, einen abgeschotteten Binnenmarkt und Subventionen für die heimische Wirtschaft angekündigt. Donald Trump geht sogar noch einen Schritt weiter und stellt sogar einen Austritt aus der Welthandelsorganisation WTO in Aussicht.

Die deutsche Wirtschaft zittert

Nach dem überraschenden Wahlsieg des Milliardärs Trump ist vor allem die deutsche Wirtschaft stark verunsichert, denn hierzulande ist man aus wirtschaftlicher Sicht auf offene Grenzen angewiesen. Einige Stimme sprechen bereits von einen „Black Tuesday“ für den Welthandel, andere warnen jedoch davor, die Abschottung der USA einfach so hinzunehmen. Vielleicht waren die Ankündigungen von Donald Trump ja doch nur reine Wahlkampfrhetorik, denn der Kongress der Vereinigten Staaten ist stark und wird eine Abschottung zu verhindern wissen.

TTIP ist vom Tisch

Für das Freihandelsabkommen TTIP stehen die Chancen hingegen denkbar schlecht und Insider vermuten, dass es in den nächsten vier Jahren keine Möglichkeit geben wird, das Abkommen wie geplant an den Start zu bringen. Wenn es mit den Amerikanern unter einem Präsidenten Trump mit TTIP nicht klappt, dann wird sich das Interesse in Richtung Asien verschieben, denn in dieser Region wird ein großer Teil des künftigen Wachstums zu finden sein. Wirtschaftsexperten halten es für eine gute Lösung, die Handelsbeziehungen zu den asiatischen Ländern weiter auszubauen und dort über ein Freihandelsabkommen zu verhandeln.

Die EU muss umdenken

Nach dem Wahlsieg Trumps muss die EU ihre Strategien für den Außenhandel komplett neu überdenken, denn der Handel mit den USA wird, wenn es gut läuft, in den kommenden vier Jahren der ersten Amtszeit des neuen Präsidenten nur stagnieren. Trump wird vielleicht nichts aufkündigen, aber ein allzu großes Interesse ist sehr wahrscheinlich auch nicht vorhanden.

Bild: © Depositphotos.com / 8vfanDP

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.