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Wie Banken mit der digitalen Informationsflut umgehen

Die Digitalisierung hält Einzug in unseren Alltag: Online den nächsten Zahnarzttermin checken oder die Flugticketpreise direkt via Smartphone vergleichen – alles längst normal. Kaum eine Branche bleibt von dieser Digitalisierungswelle unberührt. Auch wer Geld anlegen möchte, bekommt heute über das Netz eine Flut an Informationen an die Hand. Ob neueste Einschätzungen von Analysten und Experten via Blogs und Webvideos oder Kennzahlenvergleiche zu Wertpapieren in den unzähligen Finance-Communities im Web – alles ist leicht zugänglich und rund um die Uhr verfügbar.

Auch die Finanzhäuser müssen sich dieser neuen Realität stellen. Denn digitale Services werden mit den bisher klassischen Finanzdienstleistungen verglichen. Viele Kunden verstehen zeit- und kostenintensive Dienstleistungen von Banken heute eher als Selbstverständlichkeit denn als kundenorientierten Service. Während auf Konferenzen und Fachtagungen noch über die „Zukunft des Bankings“ diskutiert wird, werden digitale Tools für Bankgeschäfte aktiv eingefordert.

Genau hier sehen FinTechs Geschäftspotential: Sie beanspruchen in vielen Fällen für sich nicht weniger, als eine Revolution im Finanzsektor ausgelöst zu haben. Und unumstritten treffen FinTechs mit ihren speziellen Angeboten und durch ihren Ansatz, Produkte und Tools zunächst rein aus Kundensicht und möglichst frei von Regulierungs- und Organisationsgedanken anzubieten, einen gewissen Nerv. Ob FinTechs auch langfristig nachhaltige Geschäftsmodelle bieten können, bleibt abzuwarten. Dem Margendruck, sich ändernden Kundenansprüchen und besonders der Bankenregulierung können auch sie nicht entgehen.

Sämtliche digitale Angebote erreichen aber nur in Kombination mit persönlicher Beratung einen wahren Mehrwert für die Kunden. Für kleinere, schnell agierende und flexible Finanzinstitute, die es verstehen, das Beste aus digitalen Angeboten und persönlichem Dialog zu verbinden, ist eine breite Lücke im Markt entstanden. In Zusammenarbeit mit ausgesuchten FinTechs ermöglicht etwa das Münchener Bankhaus August Lenz seinen Kunden, innovative Online-Tools zu nutzen, mit denen Geldgeschäfte einfach zu handhaben sind – beispielsweise mit dem mehrfach prämierten Service „€inBlick“, ein Personal-Finance-Manager, der Einnahmen und Ausgaben automatisch kategorisiert und einen schnellen Überblick über das „echte“ Finanzverhalten verschafft. So kann der Bankkunde, anstatt nur auf sein Bauchgefühl zu hören, mit Fakten Entscheidungen treffen. Ein besonderer Vorteil von „€inBlick“ ist, dass der Kunde auch die Konten und Depots einbinden kann, die er bei anderen Institutionen hat. Das Tool mit dieser Multibankenfunktion wurde in Kooperation mit dem FinTech/IT-Finanzdienstleister CREALOGIX/ELAXY entwickelt.

Was bei der Flut an Informationen oftmals fehlt, ist die Verknüpfung sämtlicher Informationen mit den ganz individuellen Kundensituationen. Aufgrund der unübersichtlichen Lage agieren viele Finanzkunden intuitiv „aus dem Bauch heraus“. Die Folgen davon werden unter dem Schlagwort „Behavioral Finance“ analysiert. Clay Shirky, Autor und Experte rund um das Thema „Neue Medien“ brachte die damit einhergehende Problematik mit einem Satz auf den Punkt: „It´s not information overload, it´s filter failure.“ Kunden brauchen deshalb einen persönlichen Experten, der den Markt und die Person, die ihm gegenübersitzt, gut kennt. Allerdings kommt nicht jeder in den Genuss einer solch exklusiven Beratung. Daher steht die persönliche Beratung auch weiterhin im Mittelpunkt des Geschäftsmodells von Bankhaus August Lenz. Der Family Banker® bündelt aus der Informationswelle der digitalen Medien fundiertes Wissen über die globalen Märkte und verknüpft dieses mit kundenspezifischen Zielen zu einer maßgeschneiderten Anlagestrategie. Er ist ab dem ersten Euro Anlagevermögen Partner und Vertrauensperson in allen finanziellen Belangen – und kommt dorthin, wo der Kunde ein Treffen wünscht. Der Family Banker® informiert den Kunden nicht nur bei unerwarteten Ereignissen, sondern rüstet ihn immer wieder vorab mit Handlungsempfehlungen, Wirtschafts- und Finanzfachwissen für den Krisenfall. Somit verhindert er, dass fallspezifisch emotionsgetrieben die falschen Entscheidungen getroffen werden. Denn vor emotionalen Fehlern bei Finanzentscheidungen ist nur der gewappnet, der im Dialog mit einem kompetenten Experten steht, dem Vertrauen geschenkt wird und der aus der Datenfülle das Relevante für das Geld des Kunden herauszufiltern versteht. Egal ob Geldanlagen, Investitionen, Altersvorsorge oder Versicherungen – der Finanzexperte erstellt individuelle Lösungen und ist persönlicher Partner in einer digitalisierten Welt.

Bild: © Depositphotos.com / mobi68

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Über den Autor T. Hunter

Ich bin seit mehreren Jahren als Autor unter verschiedenen Pseudonymen aktiv und freue mich auch hier schreiben zu dürfen.