Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) plant, dass der gesetzliche Mindestlohn bis 2025 eine Höhe von zwölf Euro erreicht haben soll. "Das halte ich für erreichbar", sagte er der "Rheinischen Post". Der Mindestlohn sei eine Erfolgsgeschichte.

"Wir müssen dennoch Konsequenzen aus der Coronakrise ziehen." Eine davon müsse sein, dass diejenigen, die als "Helden des Alltags" gefeiert würden, "mehr bekommen als warme Worte". Deshalb begrüße er auch den neuen Tarifvertrag in der Altenpflege. Heil stellte in Aussicht, den neuen Tarifvertrag für die "gesamte Branche" für verbindlich zu erklären, sobald ein entsprechender Antrag vorliege, der die Voraussetzungen erfülle. Der Minister sagte: "Eine starke Tarifbindung hat für mich Priorität, gemeinsam mit einer angemessenen Lohnuntergrenze. Bei deren Weiterentwicklung sollten wir uns stärker an der mittleren Lohn- und Gehaltsentwicklung orientieren." Dieser Weg öffne eine Perspektive, um rascher zu zwölf Euro zu kommen. Heil ergänzte: "Ich möchte grundsätzlich an der Mindestlohnkommission festhalten, in der Sozialpartner uns Vorschläge zum Mindestlohn machen."