Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat das Ergebnis des EU-Sondergipfels kritisiert. De historische Gelegenheit, die Europäische Union mehr zusammenzuführen, sei "unter nationalen Egoismen begraben" worden, sagte Bartsch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Die EU gehe nach diesem Gipfel den Weg des kleinsten gemeinsamen Nenners.

"Ihr langfristiger Bestand bleibt gefährdet." Der Fraktionschef machte die Regierungsparteien Union und SPD dafür verantwortlich, dass "die gigantischen Krisenkosten über die Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen gestülpt" worden sei. Eine EU-weite Vermögensabgabe für die Superreichen habe nicht einmal zur Debatte gestanden. "Dieser Konstruktionsfehler der Hilfen spielt den Rechtspopulisten des Kontinents in die Hände", so Bartsch.