Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD will offenbar einen Corona-Zuschlag für Hartz-IV-Empfänger in Höhe von 200 Euro. Entsprechende Forderungen wolle die Partei am Mittwochabend im Koalitionsausschuss durchsetzen, berichtet das Portal "Business Insider". SPD-Chefin Saskia Esken hatte vor Kurzem im "Tagesspiegel" gesagt: "Zu den Sorgen um die Gesundheit und erheblichen psychosozialen Belastungen kommen finanzielle Mehrausgaben, die aus dem schmalen Budget kaum geleistet werden können."

Viele Hilfsangebote in sozialen Einrichtungen fielen weg oder seien nur eingeschränkt erreichbar, genauso die Mittagsverpflegung für Kita- und Schulkinder. Hinzu kämen gestiegene Ausgaben im Haushalt, etwa für Hygieneartikel. In der Union sorgt die Forderung vor dem Ausschuss für Kritik. Aus der Fraktion hieß es gegenüber "Business Insider", dass eine Corona-Zulage für Hartz-IV-Empfänger gegenüber denen, die arbeiten und wenig verdienen, ungerecht sei. Tatsächlich schätzt die Bundesregierung nach Informationen des Portals intern, dass eine 200-Euro-Zulage den Steuerzahler rund 800 Millionen Euro kosten würde.