Washington (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Präsidentschaftswahl in den USA wird ein Sieg von Herausforderer Joe Biden immer wahrscheinlicher. Zuletzt übernahm Biden auch die Führung im mitentscheidenden Bundesstaat Georgia. Zuletzt lief alles auf die Resultate in den vier noch nicht vollständig ausgezählten Bundesstaaten Georgia, Nevada, North Carolina und Pennsylvania hinaus.

Trump müsste zwingend alle vier Bundesstaaten gewinnen um vier weitere Jahre an der Macht zu bleiben, führt aber nun nur noch in zwei von ihnen. Auch in Nevada liegt Biden vorn. In einer Erklärung am Donnerstagabend (Ortszeit) hatte der US-Präsident seine Vorwürfe wiederholt und eine Klagewelle auch gegen die Stimmauszählung in anderen, von ihm bereits offensichtlich verlorenen Bundesstaaten angekündigt. In der Nacht zu Freitag (Ortszeit) legte er per Twitter nach und forderte eine Entscheidung des Supreme Court. Wenn man die "legalen Stimmen" zähle, würde er leicht die Präsidentschaftswahl gewinnen, wenn man die "illegalen Stimmen" zähle, könne die Wahl "gestohlen" werden, sagte er wie bereits in der Wahlnacht. US-Medien, selbst manche Moderatoren im konservativen Nachrichtensender "Fox News", kritisieren, dass Trump für seine Behauptung eines Wahlbetrugs keine Beweise vorlege. Mehrere Fernsehsender unterbrachen gar die Übertragung einer Ansprache Trumps, weil dieser falsche Behauptungen aufstelle. Da Trump jedoch beispielsweise im Bundesstaat Wisconsin aufgrund des knappen Ergebnisses juristisch Anspruch auf eine Neuauszählung der Stimmen hat, droht eine wochenlange Hängepartie.