Washington (dts Nachrichtenagentur) – Bei der US-Präsidentschaftswahl schmilzt der Vorsprung von Herausforderer Joe Biden vor Amtsinhaber Donald Trump im Bundesstaat Arizona. Nach Auszählung von 88 Prozent der Stimmen liegt er mit 50,5 Prozent vor Trump mit 48,1 Prozent – ein Vorsprung von etwas mehr als 68.000 Stimmen. Mehrere US-Medien, darunter "Fox News" und die AP, haben in Arizona bereits einen Sieg von Biden erklärt.

Einige US-Fernsehsender und auch der Präsident selbst sehen Arizona aber noch nicht als entschieden an. "Fox News" zählt für Biden aktuell 264 gesicherte Wahlmännerstimmen, für Trump 214. Um zum Präsidenten gewählt zu werden, sind 270 Wahlmännerstimmen notwendig, 60 sind noch nicht vergeben. Für den Herausforderer würde es demnach reichen, einen der noch offenen Bundesstaaten (außer Alaska) zu gewinnen, Trump darf keinen mehr abgeben. Allerdings dürfte es auch nach der Auszählung aller Stimmen noch Streit geben. Im US-Bundesstaat Wisconsin will Trump zum Beispiel die Stimmen neu auszählen lassen, was aufgrund des knappen Vorsprungs für Biden von unter einem Prozent möglich ist, aber frühestens im Dezember stattfinden würde. Unter anderem in Pennsylvania, wo noch zahlreiche Stimmen offen sind, will Trump juristische Schritte einleiten.