Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die sogenannte Bildungsallianz des Mittelstandes hat die Ergebnisse des jüngsten Schulgipfels im Kanzleramt kritisiert. "Wenn das `Digitalisierung der Schulen mit Hochdruck` sein soll, können wir als Bildungsallianz des Mittelstandes nur sagen: Klassenziel nicht erreicht", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Mittelstandspräsident Mario Ohoven, des Bundesvorsitzenden des Deutschen Realschullehrerverbandes, Jürgen Böhm, sowie des Generalsekretärs der Bildungsallianz, Patrick Meinhardt, die am Dienstag veröffentlicht wurde. "Das Mindeste, was wir erwartet hatten, waren eine Vereinfachung des Antragsverfahrens für die Schulen und eine realistische, machbare Regelung der Folgekosten, um dem Bürokratiemonster Digitalpakt die Zähne zu ziehen und ein digitales Fitnessprogramm für die Schulen zu starten."

Neben den Ergebnissen des Gipfels wurden außerdem die Verteilung der Digitalpakt-Mittel auf einen Zeitraum von fünf Jahren kritisiert. Für den "digitalen Aufbruch" hätte es nur "eine einzige mutige Entscheidung" gebraucht: "Alle Mittel des Digitalpaktes statt auf fünf Jahren verteilt sofort zur Verfügung zu stellen", so die Bildungsallianz. "Wieder einmal hat sich gezeigt, was herauskommt, wenn man einen Schulgipfel ohne Schulen und Kommunen veranstaltet."