Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Hessens Ministerpräsident, Volker Bouffier (CDU), hat sich offen für härtere Anti-Corona-Maßnahmen gezeigt. "Ich glaube, wir werden auch zur Ausgangssperre kommen müssen. Wir werden manches verbieten müssen – zum Beispiel Alkoholverkauf oder Alkoholnutzung in der Öffentlichkeit", sagte Bouffier dem ARD-Hauptstadtbüri im "Bericht aus Berlin".

Allerdings wendet sich Bouffier gegen die vom bayerischen Ministerpräsidenten Söder angekündigten landesweiten Ausgangssperren. "Wenn ich unser Bundesland nehme, dann haben wir in Offenbach eine sehr hohe Inzidenz, in anderen Gegenden nicht. Da macht es ja keinen Sinn, landesweit so etwas zu machen", sagte er. Außerdem lehnt Bouffier es ab, dass Lehrpersonal in Zukunft auch Schülerinnen und Schüler per Schnelltest auf Corona testen soll. "Nein, die Kinder werden ja getestet wie immer. Bei Symptomen werden sie getestet. Da gehen wir ganz normal nach den Vorschlägen und den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes vor", so Bouffier. Im innerparteilichen Konflikt um die Haltung der CDU zur AfD stellt er sich hinter seine Ministerpräsidenten-Kollegen Reiner Haseloff und Armin Laschet. "Es kann keine Zusammenarbeit mit der AfD geben. Das ist ja nichts Neues. Das vertreten wir die ganze Zeit. Und ich bin überzeugt, das ist die Überzeugung aller Kolleginnen und Kollegen", sagte Bouffier.