Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat Fehler in ihrem veröffentlichten Lebenslauf zugegeben. "Das war schlampig", und es gehe jetzt darum, "verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen", sagte Baerbock am Donnerstag in der ARD-Sendung "Farbe bekennen". Baerbock versicherte, es werde nun keine weiteren Korrekturen mehr geben.

"Wir lernen natürlich aus den Fehlern, die wir gemacht haben." Der Wahlkampf ginge gerade erst los. "Da ruckelt sich jetzt alles noch mal ein." Mit Blick auf den am Freitag beginnenden Parteitag mahnte Baerbock ihre Partei, die Menschen nicht mit zu radikalen Verschärfungen des Wahlprogramms zu überfordern. Es müssten sich alle Menschen in dem Programm wiederfinden. "Nur so können wir dieses Land verändern". Kleinere Einkommen wollen die Grünen über eine Erhöhung des Grundfreibetrages entlasten, den Spitzensteuersatz hingegen erhöhen. Die finanziellen Belastungen durch den CO2-Preis sollen über ein sogenanntes "Energiegeld" in Höhe von etwa 75 Euro pro Kopf und Jahr ausgeglichen werden. Wie das Geld konkret bei den Menschen ankommen soll, sei aber nicht klar. "Man kann das mit der Sozialversicherungsnummer machen. Das ist bei uns schwierig, weil ja nicht alle eine Sozialversicherungsnummer haben." Ein anderer Weg wäre über die Steuer-ID. Das müsse in einer künftigen Regierungskoalition besprochen werden, so Baerbock.