Ehemaliger Linken-Chef kritisiert Fraktionsvorsitzendenwahl

Veröffentlicht: 13. November 2019 | 4:00 Uhr

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der ehemalige Linken-Vorsitzende Klaus Ernst hat sich kritisch über das Ergebnis der Wahlen von Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch zu den neuen Vorsitzenden der Linken-Bundestagsfraktion geäußert. "Ein gutes Ergebnis ist das für niemanden", sagte Ernst den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Mittwochsausgaben). Auf Bartsch gemünzt fügte er hinzu: "Wenn ein Vorsitzender nur zwei Drittel der Stimmen bekommt, dann ist das kein hervorragendes Resultat. Das zeigt, dass wir die Differenzen in der Fraktion aufarbeiten müssen. Da ist viel Vertrauen kaputt gegangen. Das wird man durch Wahlen allein nicht bewältigen können", so der frühere Linken-Chef weiter.

"Das war ein fairer Wettkampf", sagte hingegen der Ostbeauftragte der Linken-Bundestagsfraktion, Matthias Höhn, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Er hoffe, "dass die Fraktion in ihrer Gänze das Ergebnis akzeptiert und wir gemeinsam Politik machen", so der Linken-Politiker weiter. Mohamed Ali hatte am Dienstag 52,2 Prozent der Stimmen erhalten, Bartsch bekam 63,7 Prozent. Bei er letzten Wahl 2015 hatte Bartsch noch 80 Prozent der Stimmen bekommen.