Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach einer zaghaften Erholung haben Reisebeschränkungen und die Ausweisung neuer Risikogebiete den Flugverkehr in der zweiten Augusthälfte wieder einbrechen lassen – der sich ohnehin schon auf niedrigem Niveau befindet. Die Trendumkehr sei an allen Standorten spürbar gewesen, teilte der Flughafenverband ADV am Freitag mit. Die "sogenannten ethnischen Verkehre" mit in der Regel osteuropäischen Zielen hätten den Einbruch etwas abgefedert.

"Dies genügt jedoch nicht, um die Luftverkehrsbranche aus der Krise zu führen", so der ADV. Vor allem fehle der Interkontinentalverkehr, der mit Ausnahme sehr weniger Destinationen noch im Lockdown sei. Insgesamt wurden im August 5.936.421 Passagiere an deutschen Flughäfen gezählt, 75,6 Prozent (an+ab) weniger als im Vorjahr. Das Cargo-Aufkommen fiel um -2,9 Prozent (an+ab) auf 366.840t. Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen ging um -57,6 Prozent zurück, das waren 84.214 Starts und Landungen. Der innerdeutsche Verkehr fiel um -77,1 Prozent, der Europa-Verkehr um -71,0 Prozent, die Interkontinental-Verbindungen um -92,2 Prozent.