Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger hat das geplante Lieferkettengesetz der Bundesregierung in seiner jetzigen Form abgelehnt. "Die Eckpunkte für das Gesetz sind bisher vollkommen weltfremd und nicht ansatzweise umsetzbar", sagte Dulger dem "Mannheimer Morgen" (Samstagausgabe). "So wie die Texte formuliert sind, haftet der Auftraggeber persönlich für die ganze Wertschöpfungskette – auch dann, wenn er bei der Bestellung auf entsprechende Zertifizierungen bestanden hat. Das kann ja wohl nicht sein."

Unklar sei zudem, ob bei internationalen Lieferketten deutsches Recht oder das des jeweiligen Landes gelten solle. Mit dem Lieferkettengesetz sollen bei der Produktion Menschenrechte geachtet und Umweltzerstörung vermieden werden. Dulger soll Ende November zum Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) gewählt werden.