Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat sich unzufrieden über den Ausgang des EU-Sondergipfels geäußert. "Das Ergebnis ist eine Bürde für die Zukunft Europas", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). "Mitten in der Coronakrise weniger Geld für Gesundheit, Forschung und auch Klimaschutz vorzusehen, ist nicht sparsam, sondern dumm." Österreich, Niederlande, Dänemark, Schweden und Finnland hätten sich "von nationalen Egoismen treiben lassen", Ungarn "Erpressungsversuche" unternommen.

Göring-Eckardt rief das Europäische Parlament dazu auf, stark nachzuverhandeln, um "die Grundwerte Europas und das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit zu stärken". Wenn sich nationale Egoismen verstärkten, bröckele das Fundament eines solidarischen Europas, mahnte die Grünen-Politikerin. "Die deutsche Ratspräsidentschaft muss alles daran setzen, dieses Fundament wieder zu kitten, sonst ist die Zukunft eines solidarischen Europas dauerhaft in Gefahr."