Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit Blick auf die in einigen Bundesländern bereits angelaufenen Schulöffnungen spricht sich eine große Mehrheit der Bürger für die vollständige Rückkehr in den normalen Unterrichtsbetrieb nach den Sommerferien aus. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL. Demnach halten zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen die Wiederaufnahme des regulären Präsenzunterrichts für richtig. Lediglich für eine geringe Minderheit (29 Prozent) kommt die Öffnung nach den Corona-bedingten Schließungen demnach zu früh.

Breite Zustimmung erfährt die Rückkehr zur Normalität mit dem regulären Unterricht für die Schüler vor Ort ganz besonders unter den Ostdeutschen (79 Prozent) sowie unter den Anhängern der FDP (78 Prozent) und der AfD (86 Prozent). Unmittelbar betroffene und damit jüngere Personen betrachten den Schulbeginn im Durchschnitt kritischer als Ältere. 39 Prozent der 18-bis-29-Jährigen sind der Meinung, dass man damit noch länger hätte warten können. Eine große Unsicherheit herrscht hingegen im Fall einer zweiten Corona-Welle. Sollte der Neustart ein jähes Ende finden, glauben lediglich 30 Prozent der Befragten, dass die Schulen deutlich besser auf die Notwendigkeiten des Fernunterrichts vorbereitet wären als noch vor der Pandemie. Im Vergleich mit der Erhebung Ende Juli (29./30. Juli) ist das Vertrauen in die Kompetenz der Bildungspolitik nochmal um 7 Prozentpunkte gesunken. Zwei Drittel (66 Prozent) gehen laut der aktuellen Forsa-Blitzumfrage davon aus, dass die meisten Schulen nicht besser vorbereitet sind als zuvor. Besonders Wähler der FDP (74 Prozent) und der AfD (73 Prozent) sind dieser Meinung. Am gestrigen Montag hatte in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin das neue Schuljahr begonnen. Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern waren bereits in der vergangenen Woche neu gestartet. Die Daten wurden von Forsa am 11. August 2020 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 1.001 Befragte.