Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen fühlen sich durch die frühe Ernennung eines SPD-Kanzlerkandidaten nicht unter Druck gesetzt. "Im nächsten Jahr im Frühjahr werden wir entscheiden, wer die Spitzenkandidatin, die Kanzlerkandidatin oder der Kanzlerkandidat wird", sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt im Deutschlandfunk. Man wolle mit "sehr klaren, sehr inhaltlich fundierten Konzepten" in das Wahljahr hineingehen.

Zudem helfe man aktuell dabei mit, die Pandemie-Krise zu bewältigen, so Göring-Eckardt. Es sei außerdem auch noch unklar, ob die frühe Nominierung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz als SPD-Kanzlerkandidat erfolgreich sein werde. Koalitionsaussagen will die Grünen-Politikerin nicht machen: Am Ende gehe es um die Frage, mit wem man am meisten umsetzen und am meisten durchsetzen könne. "Und am Ende werden wir sowieso ein Wahlergebnis haben und nach der Wahl sehen müssen: Wo gibt es eigentlich Mehrheiten wofür?", sagte Göring-Eckardt.