Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) fordert angesichts des anstehenden Lockdowns im November ein massives Hilfspaket für die Kultur- und Veranstaltungsbranche. "Es geht für die Branche um Leben und Tod. Die Künstler und Kreativen haben sich in der ganzen Krise ungeheuer fair verhalten, obwohl es an ihren Lebensnerv geht", sagte Grütters der "Bild".

Sie erwarte, dass diese Branche nun dieselben Hilfen bekomme, wie sie der Gastronomie zugesagt worden sind von den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin. "Ich wünsche mir nicht nur dieselben Hilfen: Die Branche braucht diese zum Überleben. Es geht um Tausende Kinos, Privattheater, das gesamte Bühnengeschehen, Klubs, Tänzer, Filmschaffende, Bühnenbauer, Gesangstrainer und Maskenbildner." Das seien mehr als 1,5 Millionen Menschen, die mehr als 100 Milliarden zum Bruttoinlandsprodukt an Wertschöpfung beitrügen, sagte Grütters der "Bild". Sie hoffe, "dass wir am Ende der Krise nicht sagen müssen, die sind jetzt alle am Ende ihrer Existenz". Die eine Milliarde Euro, die für den Neustart der Branche nach dem Sommer bereitgestellt wurde, reiche bei weitem nicht aus. "Wir müssen über ganz andere Hilfsstrukturen reden. Einnahme- und Verdienstausfälle müssen endlich auch bei uns kompensiert werden", so die CDU-Politikerin. Vor allem aber müsse der Lebensentwurf der Soloselbstständigen endlich ernst genommen werden – in der Krise müssen man gerade auf deren Probleme ganz anders reagieren, als bisher. Hilfen müsse es nun "schnell, unbürokratisch und effizient" geben, sagte die Kulturstaatsministerin.