Köln (dts Nachrichtenagentur) – Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, lehnt einen Rechtsanspruch auf Homeoffice ab. "Der Gesetzentwurf setzt fort, was in den letzten Jahren an Eingriffen in die Organisationshoheit der Arbeitgeber schon so alles erfolgte. Es gibt überhaupt keinen gesetzlichen Handlungsbedarf", sagte Hüther der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe).

"Erstens hat sich in der Pandemie gezeigt, dass die deutschen Arbeitgeber die notwendige Flexibilität aufbringen, und zwar technisch wie organisatorisch. Zweitens ist zu fragen, warum weitere Bürokratie in die Unternehmen gebracht werden muss, wenn die Begründungspflicht beim Arbeitgeber liegt", so Hüther. Drittens gebe es hinreichend viele flexible Arbeitszeitmodelle. Allenfalls seien hier die Tarifparteien gefordert. "Man kann den Vorstoß auch als einen Eingriff in die Tarifautonomie werten."