Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale, Jens Teutrine, spricht sich für eine schnelle Rücknahme von Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte aus. "Ich gönne jeder Oma und jedem Menschen, der auf einer Intensivstation arbeitet, ausdrücklich den Besuch im Café", sagte er dem Nachrichtenportal Watson. "Aber ich hätte mir gewünscht, dass es für andere junge Menschen auch eine Perspektive gibt."

Auf die Frage, ob eine Ungleichbehandlung älterer Geimpfter und jüngerer Nicht-Geimpfter für sozialen Sprengstoff sorgen kann, sagte Teutrine: "Das Problem liegt ja nicht darin, dass manche Menschen ihre Freiheitsrechte wieder zurückkriegen. Sondern, dass junge Menschen nicht früh genug ein Angebot bekommen, weil es bei der Bestellung der Impfstoffe zu massiven Fehlern gekommen ist." In anderen Ländern gebe es dieses Problem nicht in dieser Schärfe. "Laut einer Studie ist jeder dritte Schüler in der Coronakrise psychisch anfällig, darunter leiden viele unter Depressionen, jeder Sechste denkt im Lockdown regelmäßig an Suizid." Er finde diese Zahlen erschreckend, sagte der Junge Liberale. "Wäre viel früher über die Perspektive von jungen Menschen geredet worden, dann wäre der mögliche soziale Sprengstoff jetzt auch gar nicht so groß." Teutrine fordert einen deutlich besseren Fokus auf die Probleme junger Menschen in der Pandemie: "Was machen wir gegen den Rückgang bei den Ausbildungsplätzen junger Menschen, gegen die Verdopplung bei den Schulabbrüchen? Was wird gegen die Verschärfung von Bildungsungerechtigkeiten unternommen? Was sind die Perspektiven für junge Menschen, damit sie gut aus der Corona-Situation herauskommen? Es braucht eine Zukunftsgarantie für junge Menschen", forderte er.