Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ist mit der Wiederaufnahme des Regelbetriebs der Schulen zufrieden. Die Länder hätten sich "sehr, sehr stark vorbereitet", sagte Karliczek der RTL/ntv Redaktion am Freitag. "Aber natürlich: Bei steigenden Infektionszahlen werden wir es immer wieder erleben, dass auch irgendwo innerhalb einer Schule oder im Umfeld einer Schule ein Ausbruch da ist", so die Ministerin.

Und deswegen müsse man sich auch in den nächsten Wochen und Monaten über die Gesundheitsämter in den Schulen immer sehr eng abstimmen, sodass lokal reagiert werden könne. "Das ist übrigens auch der Punkt, wo man sehr schön sehen kann, dass dieses föderale System hochleistungsfähig ist. Wir sind in der Lage, lokal zu reagieren und deutschlandweit Regelbetrieb aufrechtzuerhalten", so die CDU-Politikerin. Die Maske trage einen großen Beitrag dazu, dass man überhaupt Regelbetrieb gewährleisten könne, dass überhaupt so viel Normalität, wie man sie sich in Deutschland erlaube, leisten könne. "Wir empfinden es alle als anstrengend in dieser Zeit. Aber ich glaube zur Maske gibt es im Moment keine Alternative", sagte die Bildungsministerin. Sie sei aber "guter Hoffnung", dass es Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff für die breite Bevölkerung geben werde. "Wir haben weltweit 29 verschiedene Impfstoffe in der Testung, in der klinischen Prüfung. Schon sechs davon sind in der dritten Phase", so Karliczek. Man sei im Moment sehr optimistisch. "Ich darf Ihnen nichts versprechen, weil in der Forschung ist immer möglich, dass man Rückschläge erlebt", so die Ministerin.