Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Soloselbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmer haben aus dem Corona-Soforthilfeprogramm der Bundesregierung und ergänzenden Länderprogrammen mehr als 15 Milliarden Euro abgerufen. Das berichtet das "Handelsblatt" nach einer Befragung der für die Abwicklung zuständigen Landesregierungen, Förder- und Investitionsbanken. Aus dem Programm, für das der Bund bis zu 50 Milliarden Euro bereitgestellt hatte, konnten Kleingewerbetreibende bis Ende Mai Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro für drei Monate beantragen.

Die durchschnittliche Förderhöhe liegt zwischen rund 6.000 Euro in Thüringen und Bremen bis hin zu weit über 9.000 Euro in Baden-Württemberg oder Mecklenburg-Vorpommern. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben lobte die schnelle Hilfe: "Die Corona-Soforthilfen waren für viele Kleinunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten und Soloselbstständige eine dringend notwendige, unbürokratische Unterstützung und ein wichtiger Baustein zur Krisenbekämpfung", sagte er dem "Handelsblatt". Kritiker warnen wegen unscharfer Förderbedingungen allerdings vor einer Welle von Rückforderungen.