Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner hat für den künftigen Parteivorsitzenden mit Nachdruck den Anspruch auf die Kanzlerkandidatur der Union erhoben. "Ich sage als stellvertretende Parteivorsitzende: Natürlich haben wir als große Schwesterpartei den Anspruch, den Kanzlerkandidaten zu stellen", sagte sie am Donnerstagnachmittag der "Bild". Und weiter: "Wenn wir das nicht hätten, dann können wir ja gleich einpacken. Dann müssten wir uns erst gar nicht warmlaufen."

Ein Kanzlerkandidat der CSU sei nicht ausgeschlossen. Aber: "Es müsste gute Gründe geben, dass der CDU-Vorsitzende es nicht wird." Angesprochen auf die guten Umfragewerte für einen Kanzlerkandidaten Markus Söder (CSU) erwiderte Klöckner: "Markus Söder ist ein erfolgreicher Ministerpräsident, Armin Laschet ist ein erfolgreicher Ministerpräsident." Die Bundeslandwirtschaftsministerin hofft, dass es nicht zu einer Kampfabstimmung um den CDU-Vorsitz Anfang Dezember kommt. "Klar würde ich mir auch wünschen, dass die drei Kandidaten sich vorher einig werden würden." Doch danach gelte: "Wir müssen alle hinter dem neuen Vorsitzenden stehen."