Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Städte- und Gemeindebund betont zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit, dass aus Sicht der kommunalen Ebene das Zusammenwachsen der ehemals getrennten Staaten gut gelungen ist. "Wenn man die Städte und Gemeinden fragt, ist die Wiedervereinigung eine Erfolgsgeschichte", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). Laut einer Forsa-Umfrage für die Zeitschrift "Kommunal" des Spitzenverbandes teilen 96 Prozent der deutschen Bürgermeister in Ost und West die Einschätzung, dass man stolz auf das sein könne, was bei der Wiedervereinigung bislang erreicht wurde.

Künftige Herausforderungen hingen nicht von der geographischen Lage einer Kommune ab, sondern von anderen Faktoren, so Landsberg. "Klimaschutz, Digitalisierung und die weitere Verbesserung der Lebensqualität lauten die Zukunftsfragen in Städten und Gemeinden", so der Hauptgeschäftsführer. "Dabei darf aber nicht verkannt werden, dass es nach wie vor spezifische ostdeutsche Probleme gibt, etwa den Einwohnerrückgang in bestimmten Regionen oder die Stärkung der Wirtschaftskraft in der Fläche, die diskutiert und gelöst werden müssen."