Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen-Politikerin Renate Künast erwartet vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertreterinnen von "Fridays for Future" Entscheidungen beim Thema Klimaschutz. "Gerade diese jungen Frauen sind ja jetzt seit zwei Jahren unterwegs, sind aktiv und fordern ein, dass sie auch noch Zukunftschancen haben und dass endlich Maßnahmen ergriffen werden gegen die Klimakrise", sagte Künast in der Sendung "Frühstart" von RTL und n-tv. Ihr gehe es da ähnlich wie diesen jungen Frauen.

Wichtig sei, dass Merkel als Vertreterin der deutschen Ratspräsidentschaft auch konkret sage, welche Maßnahmen ergriffen werden. "Also, was wird in diesem Jahr in Brüssel beschlossen, wofür wird sie sich bei den Regierungschefs einsetzen, wo wird sie Druck machen." Auf die Frage, ob man sich das Thema Klimaschutz in der Coronakrise nicht auch leisten können müsse, sagte Künast: "Können wir es uns leisten, keinen Klimaschutz zu machen?" Wer jetzt Kurzarbeit habe und sich frage, wie geht es weiter mit dem Auto, mit meinem Betrieb – die Antwort darauf sei nicht "more of the same", so die Grünen-Politikerin. "Denn dann würde man die Leute ja vom Automobil bis zur Landwirtschaft in eine Einbahnstraße rennen lassen." Deutschland müsse nach vorne kommen beim Thema Mobilität, bei anderen Antriebsarten. "Da sind die Jobs", so Künast. Die Zeit der Kurzarbeit müsse man nutzen, um Leute eher zu qualifizieren und umzuschulen. Das passiere im Augenblick nicht, so die Grünen-Politikerin. Da müsse der Druck hin.