Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, hat Friedrich Merz gegen den Vorwurf der Schwulenfeindlichkeit verteidigt. "Weder Friedrich Merz, noch Armin Laschet oder Norbert Röttgen haben Ansichten aus dem vergangenen Jahrhundert", sagte Klöckner dem "Mannheimer Morgen" (Donnerstagausgabe) über die Kandidaten um den CDU-Vorsitz. Die Union sei in der Mitte der Gesellschaft verankert.

"Ob jemand homosexuell oder heterosexuell ist – danach wird bei uns aus gutem Grund nicht geurteilt", so Klöckner. Merz hatte sich bei der "Bild" zu der Frage nach einem homosexuellen Kanzler missverständlich geäußert und – so sagen Kritiker – Homosexualität mit Pädophilie in Verbindung gebracht. "Dazu ist alles gesagt. Friedrich Merz hat im Nachgang zu Recht klargestellt, dass er keinesfalls eine Vermischung oder Gleichsetzung von Homosexualität und Kindesmissbrauch im Sinn hatte", so die Landwirtschaftsministerin.